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Leserbrief

LNG-Lagerstätten in Liechtenstein

Hans Frommelt, Gapont 8, Triesen | 6. Oktober 2022

Die LKW erklären regelmässig der Öffentlichkeit ihre Beteiligungen an kleinen Wasserkraftwerken in der Schweiz und Österreich.
Richtigerweise wird im regierungsrätlichen Bericht zur Stromversorgungslage erklärt, das bei Strommangellage nicht auf diesen im Ausland produzierten Strom zurückgegriffen werden kann.
Unsere Banken haben auf der ganzen Welt ihre Filialen und managen ihr Bankenwesen bestens. Das trifft im gleichen Sinne für die Industrie zu. Leider sind die Scheuklappen bezüglich Stromversorgung eng eingestellt. Es sollte da schon in anderen Dimensionen gedacht werden.
Deutschlands Bundeskanzler Scholz und Wirtschaftsminister Habeck pilgerten kürzlich in verschiedene Länder, die sogenanntes assoziiertes Gas, gemeint ist Flüssiggas (LNG), in grossen Mengen liefern. Flüssiggas lässt sich problemlos auf Wasser, auf Strassen und Schienen transportieren. Flüssiggas lässt sich saisonal speichern und in Strom umwandeln. Wichtig bei Strommangellagen ist, dass die Energiespeicher bzw. Flüssiggassspeicher auf souveränem Boden stehen und nicht durch ausländische Rechtsverordnungen verwaltet werden.
Flüssiggas lässt sich problemlos verstromen, in vergleichbaren Dimensionen eines Rheinkraftwerkes. Mit der Restwärme aus der Stromproduktion können wir über vorhandene Wärmeschienen unsere Häuser erwärmen. Kein Wort von solchem im regierungsamtlichen Bericht.
In Deutschland, den Beneluxländern und im Mittelmeerraum werden derzeit beachtlich grosse Flüssiggasterminals für das Löschen von Flüssiggas-Tankern gebaut. Flüssiggas wird in Zukunft nicht nur vermehrt über die Weltmeere transportiert, ebenso auf dem Rhein bis nach Basel.
Auf solche Zeiten müssen wir uns vorbereiten. Ewige Kreisdiskussionen und Wiederholungen bezüglich Rheinkraftwerken, Holzheizwerken, Holzheizkraftwerken etc. und das dauernde Jammern von einem Liechtensteiner Strom-Blackout bringen uns nicht weiter.
Gemäss verschiedenen Fachportalen sind das deutsche, österreichische und Schweizer Stromnetz so stabil wie nie! Diese Länder brauchen keine Ingenieurhilfe von uns. Wir benötigen vor Ort einen Energievorrat und Kraftwerksleistung – und nicht in tausend Kilometern Entfernung.

Hans Frommelt,
Gapont 8, Triesen

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