Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

LLS – Es werde Licht!

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen | 5. Oktober 2022

Am 1. April 2022 war im «Vaterland» ein Beitrag mit dem Titel «Robert Vogt verlässt Landesspital / Mit dem Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie geht ein wichtiger Sympathie- und Leistungsträger» zu finden. Gemäss diesem Beitrag bedauerte die Spitaldirektorin diesen Entscheid.

Aufgrund des Leserbriefes von Dr. Vogt vom 3. Oktober 2022 im «Volksblatt» stellt sich die Frage, warum die Spitaldirektorin das wesentliche Thema «Änderungskündigung» verschwiegen hat?
Eine Änderungskündigung stellt die betroffene Person kurzerhand vor die Tatsache «friss oder stirb». Der bestehende Vertrag wird gekündigt und gleichzeitig ein neuer angeboten – allerdings mit veränderten Bedingungen. Dadurch wird Druck ausgeübt, die neuen Bedingungen zu akzeptieren, oder sich einen neuen Job suchen zu müssen. Wird nämlich der geänderte Vertrag nicht akzeptiert, endet das Arbeitsverhältnis.
Wenn ein junger, beliebter, erfolgreicher Arzt, der angeblich umsatzmässig zu den stärksten im LLS zählte, mit einer Änderungskündigung vergrault wird, sollte die HR-Führungskompetenz dringend hinterfragt werden. Wohlbemerkt in einem kleinen Land wie Liechtenstein, in dem derartige inländische Fachkräfte rar sind!
Auch stellt sich die Frage, ob weitere Änderungskündigungen ausgeführt bzw. angeboten wurden? Vermutlich gibt es Menschen, die aus irgendwelchen Gründen eine Änderungskündigung akzeptieren müssen und ihre Arbeit fortsetzen. Diese unterwürfige Akzeptanz wirkt sich ggfs. auf die Arbeitsqualität und das Pflichtbewusstsein aus. Wahrlich ein Teufelskreis!
Fazit: Offenbar scheint das Landesspital auf mehreren Ebenen massive Probleme zu haben. Will die Politik trotzdem weiterhin Geld in diese Institution fliessen lassen, in welcher es offenbar an Wesentlichem fehlt? Ebenso ist dieser Fall ein Vorzeigebeispiel dafür, dass man die Dinge kritisch hinterfragen sollte und es vorteilhaft ist, alle Beteiligten anzuhören. Achtung: Mitarbeitende sind das wichtigste Kapital eines Betriebs!

Carmen Sprenger-Lampert,
Landstrasse 333, Triesen

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung