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Leserbrief

Höchste Priorität für Energiespeicherung

Hans Frommelt, Gapont 8, Triesen | 5. Oktober 2022

Nebenbei wird im Bericht der Regierung zur Stromversorgung erwähnt, dass Elektrizität nicht gespeichert werden kann. In Klammer wird angedeutet, dass es die «Power-to-Gas–Speichermöglichkeit» für Strom gibt.
Im Jahresdurchschnitt beziehen wird rund 80 Prozent unseres Stromverbrauchs aus dem Ausland. So lange wir Strom importieren, macht eine Diskussion über Stromspeicherung mit im Ausland eingekauftem Strom kaum Sinn. Im Vordergrund steht eindeutig, dass wir die Stromproduktionen ausbauen müssen. Die Fotovoltaik – ob auf Dächern oder an Fassaden, und als Freiflächenanlagen in den Bergen – steht da im Vordergrund.
Es ist darauf zu achten, dass nicht komplizierte und unübersichtliche Stromvergütungsmodelle lanciert werden.

Trotz allem muss der Energiespeicherung höchste Priorität eingeordnet werden, wie dazumal bei der ersten Energiekrise im 1974. Nördlich der Hilti wurden beachtlich grosse Heizöltanklager hingestellt und mit Heizöl gefüllt.
Nicht die Stromnetzsicherheit steht im Vordergrund, sondern Energie- und Strommangellage. Gemäss regierungsamtlichen Bericht werden in Europa rund 18 Prozent des Stroms mit Erdgas erzeugt. Man kann annehmen, dass unser «Erdgas-Strom-Bedarf» nicht minimal ist.
Bei Energie- und Strommangellage gelten andere Gesetze und Richtlinien als in friedlichen Zeiten. Es gelten dann Notrechte bei unseren Nachbarstaaten.
Im Bericht wird erwähnt: «Ungeachtet aller Anstrengungen zur Stärkung der Versorgungssicherheit wird Liechtenstein daher auch in Zukunft auf Stromimporte aus dem Ausland angewiesen sein.»
Das ist ja eine totale Bankrotterklärung an die Bevölkerung. Es gibt in Europa kein Land, welches sich als souveräner Staat bei der Stromversorgung so total auf das Ausland abstützt. Dies trifft ebenso für die föderale Schweiz auf kantonaler Ebene zu. Selbst der Stadt-Kanton Baselstadt staute vor rund 70 Jahren den Rhein für die Stromproduktion. Solches Auftreten erleichtert Stromverhandlungen mit Nachbarkantonen und man steht nicht als Bittsteller da.


Hans Frommelt,
Gapont 8, Triesen

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