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Leserbrief

Gewicht und Leistung, Teil zwei

Gerhard Matt, Galenburst 16, Mauren | 22. September 2022

Antwort auf den VCL-Forums­beitrag, erschienen in «Volksblatt» am 17. September.
«Leichte Elektrofahrzeuge mit einem Radius von 160 km verursachen schätzungsweise 11 bis 13 Prozent weniger PM2,5 als konventionelle Fahrzeuge der gleichen Klasse. Schwerere Elektrofahrzeuge mit Batterien, die erst nach rund 500 km aufgeladen werden müssen, erzeugen hingegen geschätzt 3–8 Prozent mehr Feinstaub als vergleichbare konventionelle Fahrzeuge.» (Zitat aus Begleitartikel zu OECD-Studie, erschienen am 7. Dezember 2020).
Gemäss dem ADAC-Artikel «Dem Mikroplastik auf der Spur: Weniger Reifenabrieb ist möglich» liegt der Einfluss des gewählten Reifenmaterials beziehungsweise des Herstellers bei circa 20 Prozent.
Genau wie beim Verbrennungsmotor (Feinstaubfilter, Katalysator) müssen auch bei den Themen Lärm und Reifen/Bremsenabrieb technische Massnahmen die Lösung sein. Für beides (Lärm und Feinstaub) sind die technischen Möglichkeiten vorhanden und lassen sich mit geringem Aufwand bei Neuwagen realisieren.
Projekt Zedu-1: «Ein neu gestalteter Radkasten soll den Reifenabrieb minimieren: Er ist aerodynamisch so ausgelegt, dass beim Fahren ein Unterdruck entsteht. Der Abrieb sammelt sich an einer bestimmten Stelle. Ein Filtersystem nimmt ihn auf – ähnlich wie bei einem Staubsauger.» Für Bestandsfahrzeuge könnte das EU-Reifenlabel einfach um die Position «Abrieb» oder «Verschleiss» erweitert werden. Angaben zu den Geräuschemissionen (in dB) sind auf dem Reifenlabel bereits vorhanden. Jetzt müssten die Autofahrer nur noch belohnt werden, wenn sie auf das Label achten.
BAFU, 24.2.21: «In den ersten 300 Sekunden emittieren moderne Benziner mehr Luftschadstoffe als bei einer 1300 Kilometer langen Fahrt mit betriebswarmem Motor», erklärt Panayotis Dimopoulos Eggenschwiler. Auch Dieselautos emittieren beim Kaltstart beträchtliche Mengen an schädlichen Gasen: 73 Prozent der CO-, 39 Prozent der HC-, 33 Prozent der NOX- und 75 Prozent der Partikel-Emissionen stammen aus dem Kaltstart.
Besonders tückisch sind die aromatischen Kohlenwasserstoffe, deren toxische und krebserzeugende Wirkung seit Jahrzehnten bekannt ist. Mit den NOX können sich Kohlenwasserstoffe zudem in der Atmosphäre chemisch verbinden und mikroskopisch kleine Partikel bilden. Weil sich Feinstaub negativ auf die Gesundheit auswirkt, ist auch dieser sekundäre Feinstaub zu reduzieren, und zwar genauso wie jene primären Staubteilchen, die direkt aus den Motoren der Autos strömen und heute grösstenteils durch Partikelfilter zurückgehalten werden.»

Gerhard Matt,
Galenburst 16, Mauren

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