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Leserbrief

Gewicht und Leistung, Teil eins

Gerhard Matt, Galenburst 16, Mauren | 21. September 2022

Antwort auf den VCL-Forums­beitrag, erschienen in «Volksblatt» am 17. September.
Forderung des VCL: «Die Steuer soll nach Gewicht und Leistung eines Fahrzeugs bemessen werden um zum Kauf von kleineren und sparsameren Fahrzeugen anzuregen.»
Ein leichteres, leistungsärmeres Elektroauto ist nicht zwingend sparsamer als ein grösseres oder leistungsstärkeres. Ein niedriger cw-Wert und eine geringe Widerstandsfläche sind wesentliche Kriterien, um ein sparsames Elektroauto zu bauen. Ein sparsames Fahrzeug lässt sich sehr einfach über den Verbrauch nach WLTP finden. Deshalb ist es sinnvoll, die Motorfahrzeugsteuer nach dem Energieverbrauch (Energieeffizienzlabel, WLTP) des Fahrzeugs zu bemessen. Mit Gewicht und Leistungsbesteuerung würden wir gar den Trend zu verbrauchsarmen Elektrofahrzeugen bremsen (gute cw-Werte sind nur bei längeren Fahrzeugen möglich). Der Einfluss des Gewichts beziehungsweise der Leistung auf den Verbrauch eines Elektroautos ist sehr gering. Die Umweltverschmutzung durch Motorfahrzeuge auf Lärm und Feinstaub zu reduzieren, greift doch etwas kurz.
Auch heute noch, trotz der am 1. September in Kraft getretenen Euro Norm 6d, sind Stickoxide, Kohlenmonoxid CO2 usw. wichtige Themen. Der VCL begründet seine Forderung nach Gewicht/Leistungsbesteuerung durch den Einfluss dieser zwei Parameter auf Lärmemissionen und Reifenabrieb. Weder das Gewicht noch die Leistung eines Pkw haben einen wesentlichen Einfluss auf die Lärmemissionen beziehungsweise auf den Reifenabrieb. Deshalb ist es unsinnig, die Höhe der Motorfahrzeugsteuern nach diesen Kriterien zu bemessen. Auf die Aussagen des VCL detailliert einzugehen, würde den Rahmen zweier Leserbriefe sprengen.
Deshalb nachfolgend ein paar Zitate aus Studien oder anderen Quellen zu dieser Thematik. Zitat Wikipedia, Seite zum Thema Feinstaub: «Die biologische Wirkung von Feinstaub hängt nicht allein von der Partikelgrösse ab. Ein wichtiger Faktor ist seine chemische Zusammensetzung und damit seine Toxizität. Etwa 20 Prozent gelten als hoch toxisch. Hierbei handelt es sich in erster Linie um die Produkte unvollständiger Verbrennung aus Motoren, Industrie und Hausbrand. Bei 80 Prozent des Feinstaubs ist das Gesundheitsrisiko niedriger. Dies gilt für den Feinstaub aus natürlichen Quellen (Wüsten, Vulkanausbrüche), aber auch für den aus Reifenabrieb.»
Selbstverständlich wollen wir alle trotzdem keinen Feinstaub beziehungsweise Mikroplastik in unserer Umwelt.
Fortsetzung folgt.

Gerhard Matt,
Galenburst 16, Mauren

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