Leserbrief

2G-Werbekampagne à la «Vaterland»

Herbert Elkuch, DpL-Abgeordneter | 12. August 2022

Zum «Vaterland»-Bericht «2G-Abstimmung: Pure Vernunft siegt längst nicht mehr», erschienen am 10. August:
Die Redaktorin gibt der Regierung Ratschläge, wie sie Abstimmungs-Kampagnen aufgleisen soll. Sie erwähnt die Abstimmung zur Franchise. Die Befürworter aus den Reihen der DpL hätten ein paar clevere Parolen formuliert. Die Regierung habe sich passiv verhalten und die Abstimmung verloren. Liebes Mitglied der Chefredaktion vom «Vaterland»: Sowohl die Regierung wie auch die DpL haben den Stimmbürgern Fakten für und dagegen, zur Entscheidungsfindung, vorgelegt. Die Stimmbürger konnten sich über die Franchisebefreiung informieren und sie entschieden frei und ohne Druck. Dass bei einer Abstimmung pure Vernunft längst nicht mehr siege, ist eine Abwertung und Untergrabung der Demokratie. Eine Demokratie lebt von der freien Entscheidung des Stimmbürgers.
Im Weiteren macht die Redaktorin unsinnige Vorschläge für Abstimmungs-Plakate. Für die 2G-Abstimmung soll ein Pro-Abstimmungsplakat etwa so aussehen: Das Schäfchen jenseits des Rheins schlemmt eine Bratwurst im Restaurant. Währenddessen blickt das Schäfchen diesseits des Rheins traurig drein – es kann nicht auswärts essen gehen, weil es kein 2G-Gesetz gibt. Frau Redaktorin, Schäfchen sind Wiederkäuer und keine Fleischesser. Mit Bratwürsten gefütterte Schäfchen werden krank. Was soll eine Werbekampagne mit Bratwürsten, welche die Schäfchen jenseits des Rheins krank macht? Schäfchen sind ziemlich wehrlos und müssen sich fügen. Überdies, die Menschen als Tiere (Schäfchen) darzustellen, ist kein guter Stil.
Fakt ist, wenn das Stimmvolk der Regierung die Kompetenz zur 2G-Umsetzung erteilt, kann die Regierung gesunde Menschen, deren Impfzertifikat abgelaufen ist, und den Menschen, die nicht mehr als genesen gelten, sowie Ungeimpfte vom öffentlichen Leben aussperren – dies, ohne dass sie etwas verbrochen hätten.

Herbert Elkuch,
DpL-Abgeordneter

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