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Leserbrief

Vor nicht allzu langer Zeit

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen | 6. August 2022

… entzog das Parlament einer Liechtensteiner Regierungsrätin das Vertrauen, weil in der zugrundeliegenden Causa unter anderem geschwärzte Unterlagen vorgelegt wurden. Im Hinblick auf die anstehende Abstimmung über das 2G-Gesetz wird bereits jetzt vor einem Massnahmengefälle zur «grossen Schwester Schweiz» gewarnt. Doch was ist aktuell mit der «grossen Schwester Schweiz» los? Auf Empfehlung des Eidgenössischen Öffentlichkeitsbeauftragen legte der Bund nach einem langen Hin und Her die Impfstoffverträge offen. Allerdings sind brisante Inhalte geschwärzt. Wie kann so etwas in der direkt-demokratischen Schweiz passieren, wo das Volk der Souverän ist? Der Kaufpreis wurde bzw. wird schliesslich mit öffentlichen Geldern bezahlt. Warum darf das Volk nicht wissen, was in diesen Verträgen steht? Zwischen Liechtenstein und der Schweiz besteht eine Vereinbarung in Bezug auf die Beschaffung von pandemischem Impfstoff und Verimpfungsmaterial. Somit sind die Inhalte dieser Verträge auch für Liechtenstein interessant. Was ist mit der Demokratie los, wenn Transparenz ein Fremdwort zu sein scheint? Vorsicht, auch eine grosse Schwester kann sich auf Abwege begeben. «Wenn ich sehe was du tust, kannst du nicht von mir erwarten, dass ich dir noch glaube, was du mir sagst.» Vertrauen ist ein kostbares, aber ­fragiles Gut! Nicht umsonst heisst es: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Transparenz ist ein essenzieller Bestandteil einer Demokratie!

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen

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