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Leserbrief

Warten auf den Gerichtsentscheid

Hans Ospelt, Mitteldorf 8, Vaduz | 3. August 2022

Im «Volksblatt» vom 29. Juli 2022 war unter dem Titel «Warten auf Gerichtsentscheid» zu lesen, dass der Baubeginn Industriezubringer frühestens im Jahr 2025 möglich ist. Aufgrund einer Einsprache eines Anrainers muss nun der Verwaltungsgerichtshof ein Urteil fällen. Weiter ist obigem Artikel zu entnehmen, dass die Aufweitung des ­Binnenkanals im Haberfeld (Abschnitt Lettstrasse bis Lochgasse) als Ausgleichsmassnahme vorgesehen ist. Bei diesem Projekt gehen circa. 1.0 bis 1.2 ha Landwirtschafts­boden von bester Qualität in der Gemeinde Vaduz verloren. In der Schweiz wäre diese Fläche als Fruchtfolgefläche taxiert und müsste an einem anderen Standort, durch Aufwertung eines minderwertigen Bodens kompensiert werden. Ein Beispiel dafür ist das Projekt «Umfahrung Ottenbach» im Kanton Zürich, nachzulesen in der Zeitschrift «Die Grüne», Ausgabe Nummer 8, August 2022. Nicht so in Liechtenstein, hier wird durch den Industriezubringer Boden benötigt und als Ersatzmassnahme wird ein Projekt in Betracht gezogen, bei dem nochmals wertvoller Boden zur Nahrungsmittelproduktion verloren geht. Liechtenstein hat ja noch genug. Wie lange wollen wir uns in Liechtenstein diesen immensen Ressourcenverbrauch noch leisten? Können wir das gegenüber unseren Nachkommen noch verantworten? Und wo bleiben da Meinungen und Stellungnahmen unserer Umweltorganisationen? Schweigen im Walde. Andreas Brunhart sagt unter anderem im «Sommergespräch» mit dem «Volksblatt» (Ausgabe vom 30. Juli) Folgendes: Liechtenstein muss noch viel mehr unternehmen, um in Produktion und Konsum mit den Ressourcen schonender umzugehen. Kleinstaaten haben nur eine geringe Macht im internationalen Umfeld.

Hans Ospelt, Mitteldorf 8, Vaduz

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