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Leserbrief

Kennt Chefredaktion DSGVO nicht?

Gunter Dobratz, Loch 40, Schellenberg | 22. Juni 2022

Als Mitglied der Freien Liste bin ich nachhaltig schockiert und empört, dass das «Volksblatt» offensichtlich noch nie etwas von Datenschutz (DSGVO) und Persönlichkeitsrechten gehört hat. Die Redaktion fragt Mitgliederlisten von der Freien Liste ab. Und wenn sie diese mit Verweis auf Datenschutz nicht erhält, erfindet sie im Artikel vom 20. Juni 2022 eine Verschwörungstheorie. Geschäftsleiter und Chefredaktor Lucas Ebner müsste bei seiner Tätigkeit bereits in Kontakt mit der DSGVO gekommen sein. Offenbar scheitert seine interne Qualitätskontrolle, sodass es überhaupt erst zur Anfrage von Mitgliederlisten von Vereinen kommen kann und ein Nein dann als Verschwörung dargestellt wird. Ich biete dem «Volksblatt» gerne an, einen Workshop zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden durchzuführen.

Gunter Dobratz, Loch 40, Schellenberg

Anmerkung der Redaktion

Zum Leserbrief von Gunter Dobratz halten wir fest:

  • Für den Artikel «AG Inklusion kommuniziert fleissig, aber bleibt anonym» (erschienen im «Volksblatt» vom 20. Juni 2022, Seite 3) hat das «Volksblatt» bei der Freien Liste nachgefragt, wer Mitglied der Arbeitsgruppe (AG) Inklusion ist. Das Interesse begründet sich darin, dass diese Arbeitsgruppe mehrfach Forumsbeiträge in unserer Zeitung veröffentlichen liess. Seit April zeichnete die AG Inklusion für mehr als einen Drittel aller Forumsbeiträge von Gremien der Freien Liste verantwortlich. Für die Öffentlichkeit war jedoch in keiner Weise nachvollziehbar, wer dahintersteht.
  • Auf Nachfrage hat die Freie Liste klargestellt, dass die AG Inklusion nicht per se die Parteimeinung vertreten muss, sondern autonom sprechen kann. Das erhöht das öffentliche Interesse nach Transparenz bezüglich der Zusammensetzung der AG massiv.
  •  Dass Katrin Hasler-Dobratz die Leitung der AG innehat, wurde erst durch die Berichterstattung im «Volksblatt» transparent gemacht.
  • Dass Gunter Dobratz, der selbst Teil der AG Inklusion ist, findet, dass es gar nicht erst zu so einer Medienanfrage kommen darf, nehmen wir zur Kenntnis. Dass er dabei ein datenschutzrechtliches Fehlverhalten seitens des «Volksblatts» impliziert, ist jedoch absurd. Weder die Anfrage noch die Berichterstattung stehen im Konflikt mit dem Datenschutz.
  • Die Freie Liste hat sich dazu entschieden, über die weitere Zusammensetzung der AG Inklusion keine Angaben zu machen. Sie begründet das damit, dass hierfür das Einverständnis der «rund 15 Mitglieder» eingeholt werden müsse. Der Datenschutz steht der Bekanntgabe der Namen also nicht im Wege, sondern das fehlende Einverständnis der Mitglieder der AG Inklusion.
  • Die in unserer Berichterstattung genannten Namen basieren auf belastbaren Informationen und Quellen. Die Nennung ist überdies durch ein begründetes öffentliches Interesse gerechtfertigt.
  • In unserer Berichterstattung wird in keiner Art und Weise eine «Verschwörung» angedeutet, geschweige denn eine Theorie aufgestellt.

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