Leserbrief

Offener Brief an RR Manuel Frick

Dr. Norbert Obermayr, Mauren, Auf Berg 44 | 18. Juni 2022

Sehr geehrter Herr Gesellschafts­minister Manuel Frick. Im «Volksblatt»-Interview werden Sie u. a. mit folgender Aussage wiedergegeben: «Weil Rentnerinnen und Rentner bei der Kostenbeteiligung an den Gesundheitskosten schon heute gegenüber anderen Erwachsenen begünstigt werden, eine Entlastung mit der Giesskanne hier nicht angebracht ist und diese wohl zu steigenden Gesundheitskosten führen würde.» Haben Sie verstanden, worum es bei der Initiative wirklich geht? Die Rentner warten seit elf Jahren auf eine Rentenerhöhung. Wie kann dieser Missstand rasch, einfach und unbürokratisch gemindert werden? Eine allgemeine Rentenerhöhung ist a) nicht so rasch umsetzbar, b) würde diese zu erheblichen Mehrkosten führen, und c) das wäre dann eine Giesskanne! Dass damit die Gesundheitskosten steigen würden, ist eine Diffamierung der Rentner. Vielmehr ist es ein wertvoller Beitrag zur Gesundheit im Rentenalter.
Alle Argumente in der Informationsbroschüre der Regierung sind scheinheilig und fadenscheinig. Es geht schlicht und einfach darum, den Rentnern zu einer Mehr an Nettorente zu gewähren. Da geht es nicht um Bedürftigkeit! Waren alle Landesbediensteten, die in den letzten Jahren eine Lohnerhöhung bekommen haben, bedürftig? Ist nicht jede Lohnerhöhung eine Form einer Giesskanne und unabhängig von der Bedürftigkeit? Jeder Vergleich in der Zusammenfassung ist dahingehend unzulässig und irreführend, weil alle Argumente vom Kern der Initiative ablenken und auch nur Halbwahrheiten enthalten.

Dr. Norbert Obermayr, Mauren, Auf Berg 44

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