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Leserbrief

Rentenanpassung mittels Streichung der Franchise?

Katrin Schmuck, Weiherring 85, Mauren | 17. Juni 2022

Gleich vorab möchte ich Folgendes festhalten: Auch ich bin der Meinung, dass eine Rentenanpassung in Liechtenstein längst fällig ist. Aber die Idee der DpL funktioniert leider nicht wirklich, obwohl es doch total verlockend klingt: Jeder Rentner erhält 500 Franken pro Jahr bei Streichung der Franchise! Aber leider stimmt das so überhaupt nicht, denn wer nicht zum Arzt geht, hat überhaupt nichts davon. Stattdessen steigt der Anreiz, für jedes kleinste Wehwehchen den Arzt zu konsultieren, denn nur so profitiere ich als Rentner. Dass dann die Prämien wieder ansteigen, ist eine Milchbüchleinrechnung. Und davon betroffen sind dann die Rentner genauso wie alle anderen Versicherten. Solidarität sieht anders aus. Da kann sogar auf das Reizwort «Giesskanne» verzichtet werden. Warum können Personen mit geringen Renten, die Anspruch auf Prämienverbilligung haben, diese nicht unbürokratisch aufgrund der Steuererklärung – anstatt mittels «Stolperstein»-Antrag (jährlich eingereicht bis 31. Oktober) – automatisch «ausbezahlt» werden? So hätten die Rentner tatsächlich mehr Geld in der Tasche – und das sogar zur freien Verfügung.

Katrin Schmuck, Weiherring 85, Mauren

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