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Leserbrief

Auf Abwegen!

Oswald Kranz, Schulstrasse 56, Nendeln | 15. Juni 2022

Der Verfasser des Leserbriefes «Murks und Dauerbelastung» ­vergreift sich in der Tastatur zur Einschätzung und Bewertung des Erzbistums Vaduz mit überbordender Polemik. Die angebliche Sorge um die Zukunft der katholischen Kirche in Liechtenstein wirkt wie ein Fremdkörper.
Sie ist nicht glaubwürdig, wenn man in der eigenen beruflichen ­Tätigkeit bestrebt war, alles Katholische aus unseren Schulen hinauszudrängen, den Religionslehrerinnen und Religionslehrern ihre Lehrtätigkeit so schwer wie nur möglich zu machen, die Absicht verfolgte, die katholische Lehre aus dem Lehrplan zu streichen, den Religionsunterricht im Stundenplan an den Rand zu drängen und den Schulkindern die Teilnahme an den Schülermessen beinahe zu verunmöglichen.
Der Vorwurf des «sektiererischen Festhaltens» ist skandalös und sollte demzufolge vielmehr auf sich selbst gerichtet sein. Anstatt durch die ständige Bearbeitung des selbst erklärten Feindbildes und der dauernden Herabwürdigung des Erzbistums, das Glaubensbekenntnis zur Makulatur verkommen zu lassen, wären ein wahrhaftig praktiziertes Glaubensleben und ein demütiges christliches Miteinander gefordert.
Die Feststellung von «aus der Zeit gefallenen Wertvorstellungen» ist abwegig und lässt durchblicken, dass das Glaubensgut mit einer veränderbaren Verfügungsmasse gleichzusetzen sei. Den Zeitgeist mit der heiligen Überlieferung und der heiligen Schrift auf eine Ebene zu stellen und damit die Fundamente des Glaubens zu verwässern, ­wäre der absolute Irrweg.
Der Erzbischof befindet sich zurzeit auf Firmreise durch Liechtenstein. Ein Gespräch mit gefirmten jungen Christen, ihren Eltern und Paten zeugt von der hohen Wertschätzung und dem nachhaltigen Eindruck der Predigten des Erzbischofs, welche er in jeder Gemeinde immer wieder mit neuen, überzeugenden Inhalten versieht und mit ausgezeichneter Eloquenz spricht.

Oswald Kranz, Schulstrasse 56, Nendeln

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