Leserbrief

Ja, sicher!

Agnes Dentsch, Poliweg 12, Ruggell | 15. Juni 2022

In den Medien ist zu lesen: Beide Grossparteien empfehlen ein Nein zur Franchisebefreiung! Von mir gibt es ein Ja, weil die Rentengeneration jahrzehntelang zu unserem Wohlstand beigetragen hat: Dem ­gebühre ich Respekt! Leider gibt’s es Rentner/-innen, die nicht zum Arzt gehen, weil die 500 Franken ab dem ersten Arztbesuch fällig werden! Wird aber eine Krankheit zu spät behandelt, kostet das mehr Geld: heisst steigende Gesundheitskosten, das wiederum zur Prämienerhöhungen führt. Es stimmt auch nicht, dass beim Erlass von Franchise die Rentner/-innen mehr zum Arzt gehen! Schliesslich müssen sie die 10 Prozent (bis maximal 450 Franken) Selbstbehalt bezahlen! Ein Ja, weil wir in einer Zeit leben, in der die Lebenserhaltungskosten massiv steigen, aber die Renten seit elf Jahren nicht einmal um einen Franken erhöht wurden – und auch bei einer Rentenerhöhung, falls sie je erhöht werden sollte, muss die 500 Franken Franchise bezahlt werden. Es ist wichtig zu wissen: Die AHV hat nichts mit der Volksinitiative zu tun! Es ist ärgerlich, dass unser Staat für alles Mögliche – ob nützlich oder nicht – Steuergelder ausgibt, nur nicht für die Rentner? Ein Armutszeugnis für unseren Wohlstandsstaat! Da ist auch noch das Argument: Prämienverbilligung! Wenn ein Rentner das nicht online beantragen kann, darf er den Gang zum Sozialamt antreten! Kostet eine Überwindung! Solidarität wurde in den vergangenen ­Jahren gebetsmühlenartig über die Medien propagiert! Sollte diese ­Solidaritätsprinzip nicht auch für die Rentner/-innen gelten? Wie auch ­immer: Ich bin von den Argumenten der Regierung nicht überzeugt, aber von der Volksinitiative ­«Franchisebefreiung für Rentner» und stimme mit einem klaren und unmissverständlichem Ja!

Agnes Dentsch, Poliweg 12, Ruggell

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