Leserbrief

Es geht um eine einzige Frage!

Dr. Norbert Obermayr, Auf Berg 44, Mauren | 15. Juni 2022

«Sollen die im Land lebenden Rentner eine indirekte Rentenerhöhung in Form eines Ausgleichs bekommen?» Es geht im Grunde genommen nur um diese Frage, und sonst um nichts! Alles andere Rundherum ist «Abstimmungsgetöse», das von der eigentlichen Fragestellung ablenkt.
«Die Zeit ist reif für AHV-Rentenanpassung». Dieser Vorschlag ist zwar gut gemeint, kommt aber zur Unzeit. Denn es vermittelt eine rasche «bessere» Möglichkeit. Am Ende landet man aufgrund der Komplexität wahrscheinlich für lange Zeit wieder im «Wartezimmer»! Weil eine allgemeine Rentenerhöhung nicht so rasch umsetzbar ist und auch mit hohen Kosten verbunden ist, hat die DpL eine Alternative gefunden. Weil man aber einer Oppositionspartei keinen Erfolg gönnen will, werden alle (un-)möglichen Argumente hervorgekramt, die vom eigentlichen Thema – der eigenen Unfähigkeit, ­eine Lösung zu bringen – ablenken. Dass sich dann die DpL-Vertreter Herbert Elkuch und Thomas Rehak mit Gegenargumenten zur Wehr ­setzen, die nicht entkräftet werden können, ist dieser scheinheiligen Diskussion geschuldet.
Dieser Vorschlag dient vor allem auch jungen Menschen, denn das AHV-Vermögen wird nicht angetastet und bleibt erhalten. Dass davon nur Rentner profitieren, lässt mir die Haare raufen. Wer, ausser der betroffenen Berufsgruppe, profitiert sonst noch von einer Lohnerhöhung? Es geht «nur» um einen längst überfälligen Rentenausgleich. Dass sich das Liechtenstein-Institut nun auch «vor den Karren spannen» lässt, ist traurige Realität. Gerade diese Form des Rentenausgleichs vermeidet vom Konstrukt her jeden Generationenkonflikt. Propaganda wirkt! Werte Generation in der ersten Lebenshälfte: Schaut genau hin, hinterfragt alles und macht euch selbst ein Bild.
Regierung und Landtag haben alle Möglichkeit, einen Gegenvorschlag zu bringen. Tun sie nicht, können sie nicht! Es ist einfacher, etwas schlechtzumachen, anstatt selbst bessere Vorschläge zu bringen, und sich dann auch einer Kritik zu stellen.
Werte Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner: Erteilen Sie dieser Regierung und dem Landtag eine Lektion und stimmen Sie am 26. Juni mit einem überwältigenden Ja zur Initiative ab.

Dr. Norbert Obermayr, Auf Berg 44, Mauren

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