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Leserbrief

Spannend, Herr Risch!

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, 9495 Triesen | 11. Juni 2022

Die in Ihrem Leserbrief vom 10. Juni 2022 kommunizierte Meinung akzeptiere ich. Jedoch veranlasst mich die Tatsache, dass Sie meine Worte einem Affront gleichstellen, zu folgender Frage: Wie bezeichnen Sie denn die von der Regierung verordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie?
Vielleicht sind die folgenden Fakten für die Beantwortung dieser Frage hilfreich: Symptomlose Menschen, die bis vor Corona als gesund galten, mussten beispielsweise als Kontaktperson auf ihre Freiheit verzichten und waren dadurch in ihrem Privatreich eingesperrt. Alten, teils pflegebedürftigen Menschen wurde in Betreuungseinrichtungen der Besuch ihrer Liebsten verwehrt – ebenso den kranken Menschen im Spital, deren Lebensende teilweise bevorstand. Die verfassungswidrige 2G-Regel sorgte dafür, dass gesunde, unbescholtene Mitmenschen vom sozialen Leben ausgeschlossen wurden. Primarschulkinder mussten im Unterricht Masken tragen usw.
Den Konnex zur Pandemie habe ich aufgrund der praktizierten Isolation bzw. Quarantäne hergestellt, deren Dauer gegenüber der Tour-de-Suisse-Einschränkungen wesentlich umfangreicher war und manche Menschen mehrfach betroffen hat.
Wie Sie richtig erkannt haben, sehe ich Grundrechtseinschränkungen in Form von Freiheitsentzug kritisch. Übrigens, auf den Hinweis «Achtung Ironie» habe ich in meinem Leserbrief bewusst verzichtet. Der Sprachforscher und Philosoph N. Spotorno sagte: «Die Ironie offenbart, dass linguistische Regeln nicht ausreichen, eine Äusserung zu verstehen.» Entsprechende Informationen zu diesem komplexen Kommunikationsprozess liefert ggfs. der psychologische Fachbegriff «Theory of Mind». Auf Ihre Antwort bin ich gespannt.


Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, 9495 Triesen

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