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Leserbrief

Regierung im weissen «TdS-Hemd»

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen | 9. Juni 2022

Der «Vaterland-Aufmacher» vom 8. Juni 2022 informierte, dass die Regierung jede Verantwortung für das «Radsport-Volksfest», also die beiden Etappen der Tour de Suisse (TdS) in Liechtenstein, von sich weist. Ob verantwortlich oder nicht, es drängt sich aufgrund dieses Medienbeitrages regelrecht die Frage auf, ob denn die Regierung nicht hinter diesem namhaften Sportanlass steht?
Dieser hochkarätige Anlass kann als positiver Gegenpol zu den teilweise unmenschlichen und diskriminierenden Pandemiemassnahmen beziehungsweise zur verfassungswidrigen Regentschaft in Sachen 2G sowie als Schritt in Richtung «alte Normalität» gesehen werden. 2G sorgte dafür, dass ein Teil der Bevölkerung vom sozialen Leben ausgeschlossen wurde, obschon bekannt war, dass die Impfung keinen Fremdschutz bietet. Ausserdem profitieren diverse Wirtschaftszweige von diesem Event. Dass es bei einer derartigen Veranstaltung zu vorübergehenden Verkehrsbehinderungen kommt, ist ein negativer Nebeneffekt, der tolerierbar sein sollte. Diejenigen Menschen, die mit diesem «Zirkus» Mühe haben, können sich zu gegebener Zeit zum Beispiel zu Hause einzusperren – idealerweise im dunklen Keller, da ist es vermutlich am ruhigsten. Die Grundrechtseinschränkungen in Form des Freiheitsentzuges sind aus naher Vergangenheit bestens bekannt. Oder man schliesst sich der Idee eines Leserbriefschreibers an, die Ruhe in den Bergen zu suchen. Hoffentlich stören ggfs. Kuhglocken und Fluglärm nicht.
Übrigens, im Radsport wird die beste Nachwuchsleistung mit dem weissen Wertungstrikot prämiert; allerdings muss diese Auszeichnung durch eine Bestleistung hart erarbeitet werden.
Nachdem der Schriftsteller M. Kessel meinte, dass Sport eine Tätigkeitsform des Glücks ist, sollten in dieser sehr herausfordernden Zeit wenigstens einem Teil der Bevölkerung «TdS-Glücksmomente» gegönnt sein.

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen

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