Leserbrief

Dank an Politik aus Triesen

Die Petitionäre für den Erhalt der alten Post Triesen: Luzia Bargetze, André Kindle,... | 8. Juni 2022

Oftmals kommt die Öffentlichkeit ja in den Genuss, 100 Tage nach Amtsantritt zum Beispiel eines Politikers oder Wirtschaftsbosses einen ersten Lobgesang auf dessen Leistungen lesen zu dürfen. Wir wollen hier mal die Gelegenheit wahrnehmen, dies auf etwas zu beziehen, was Führungspersonen zu verdanken ist, weil man sie ja schliesslich an ihren Früchten erkennt.
Seit circa 100 Tagen kommen die Triesner Postkunden bekanntlich in den Genuss der zahlreichen Verbesserungen durch die Verlegung der Post ins Sonnenzentrum. Die Post wird in zwei Gebäuden aufgesplittet, die Briefträger müssen in der alten Post bleiben, da in der neuen kein Platz vorhanden ist. Postfächer und Paketbox sind in einem separaten Raum, getrennt von einem Postschalter, im neuen SonnenPlatz. Postkunden müssen aufgrund beengter Platzverhältnisse diskret im Eingangsbereich der Einkaufsgeschäfte warten, bis sie an der Reihe sind. Postkunden, die Geld über Western Union überweisen möchten, werden nach Balzers oder Vaduz verwiesen.
Briefträger bekommen vom Oberchef, der so bequem auf seinem Sessel sitzt, für ihre länger gewordenen Touren einen Plan mit Zeitvorgabe serviert. Wird die Zeit überschritten – und das ist immer der Fall –, arbeitet er gratis für die Post. Die Schreibtischtätigen in Schaan jedoch haben jede Minute bezahlt.
Hauptsache, der Postchef kann sich Ende Jahr mit einem Riesengewinn schmücken. Früher, als unser Land und unsere Gemeinden noch nicht im Geld geschwommen sind, konnten wir uns einen super Service Public leisten, heute schwimmen wir im Geld und es wird an allen Ecken und Enden gespart.
Unser Dank für die zahlreichen Verbesserungen gilt aber beileibe nicht nur dem Postchef. Vielmehr gilt er all jenen Vordenkern in Gemeindeverwaltung, Regierung und Landtag, die unsere Bedenken bezüglich der Postverlegung mächtig in den Wind geschlagen haben – diese haben sich jedoch alle bewahrheitet.
Damit unser Lob nicht das einzige bleiben möge, laden wir deshalb alle ebenfalls begeisterten Postkunden ein, sich bei oben Genannten persönlich zu bedanken, am besten mit Leserbrief oder persönlich mit eingeschriebenem Brief oder am Telefon.

Die Petitionäre für den Erhalt der alten Post Triesen: Luzia Bargetze, André Kindle, Klaus-Dieter Kindle, Markus Sprenger.

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung