Leserbrief

Verwirrend

Manfred Büchel, Gastelun, 4 Eschen | 3. Juni 2022

Wenn man in letzter Zeit unsere Landeszeitungen, die aus Regierung und Landtag berichten, durchblättert, erhält man folgenden Eindruck: «Wir wollen kein Gas – brauchen es aber, wir wollen kein Öl – brauchen es aber, wir wollen keine Kohle – brauchen sie aber, und wir wollen keine Kernkraft – brauchen sie aber.» Was wollt ihr denn eigentlich? So, nun müsst ihr euch entscheiden, bevor euch der Flug mit dem Herzblatt-Hubschrauber untersagt bleibt. Und dann noch die Strommangellage! Es scheint bereits Tradition geworden zu sein, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit nicht lernen will. Die Wasserkraft, die einzige Energieressource, die wir hätten, wird links liegen gelassen. Mit den damals geplanten Rheinkraftwerken und den bestehenden Saminakraftwerken wäre unser Eigenbedarf an Strom zu gut 65 Prozent gedeckt. Aber das wollen wir ja auch nicht. Wir wollen uns lieber vergnügt in eine andere Abhängigkeit stürzen. Unterwürfige Abhängigkeit wie zum Beispiel beim WEF, bei dem Klaus Schwab die Zuschauer aufforderte, beim Eintrudeln des Emirs von Katar, aufzustehen. Ehrerbietung im Grossformat auch von FIFA-Chef Gianni Infantino für den katarischen Herrscher. Gerade so, wie man es braucht. Wie eingangs schon erwähnt: «Wir wollen es nicht – brauchen es aber.» Dass die Satire in diesem Leserbrief ihre Berechtigung findet, dürfte der geneigten Leserschaft wohl nicht bewiesen werden.


Manfred Büchel, Gastelun, 4 Eschen

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