Leserbrief

Energie

Roger Frick, Oberfeld 76, Triesen | 3. Juni 2022

Vorerst möchte ich festhalten, dass der Krieg in Ukraine etwas Schreckliches ist, man kann das mit Worten gar nicht darstellen. Wir hier in Westeuropa spüren das rein auf Energieprobleme bezogen natürlich in hohen Preisen. Die Regierung will uns in den nächsten Wochen auf den Aktionsplan vorbereiten. Ich hoffe nur, dass die Darstellung nicht nur Schönfärberei ist, denn es wird uns im Konsum und im Wohlstand brutal treffen. Wer es nicht glaubt, die folgenden Fragen: Viele Mehrfamilienhäuser heizen mit Öl oder Gas. Dabei haben Heizungen häufig eine Vorlauftemperatur von ca. 60 Grad, damit die Energie in den Wohnungen ankommt. Die tollen Alternativsysteme, damit sie einen nicht finanziell ruinieren, arbeiten nur mit ca. 30 Grad. Das heisst, es geht nicht ­ohne Mio.-Sanierungs-Investments. Wer kriegt was vom Umverteilungstopf? Im Süden von Europa hat man häufig nur Alternativenergie, sprich vor allem Solarpanels für den Strom. Die Privathaushalte sind häufig auf 4500/5500 Watt limitiert, darüber läuft nichts, die Sicherung geht raus. Ich bin ein Freund von AKW, schon immer. Das Vorkauen, dass man es ohne AKW schafft ist grünes Brainwashing. Es geht nicht, ohne massiven Konsumverzicht. In Südspanien läuft mein Staubsauger nie, wenn ich auch den Geschirrspüler laufen lasse. Geht nicht. Das wird man bei uns auch irgendwann überlegen müssen. Induktionsherde sind nicht möglich! Nur so kann man mit Alternativenergie auch ausreichend Strom für alle beistellen, der ohnehin wegen der vielen Partikular­interessen zu spät kommen wird. Was wir hier in Liechtenstein haben (oder Schweiz), ist Luxus pur. Geht nicht ohne AKW. In Europa sind wir mit Bezug auf Öl/Gas/Dünger völlig abhängig von vielen Ländern, die auf der Karte mit Bezug auf ­Menschenrechte etc. nicht gelobt werden. USA hat es da mit den ­Sanktionen viel einfacher, der Schurkenstaat Venezuela ist auch plötzlich ein Freund. Die EU-Sanktionen sind ­extrem löchrig, weil der Leidensweg wohl zu gross wäre. Sind wir ehrlich, wenn das ethisch und moralisch konsequent wäre, müssen wir auf 50 Prozent verzichten, inklusive Nahrung. Die Antwort soll sich jeder selber geben.


Roger Frick, Oberfeld 76, Triesen

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