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Leserbrief

Zur Besteuerung der Fahrzeuge

Silvia Ritter, Rennhofstrasse 39, Mauren | 2. Juni 2022

In einer Ausgabe der «Liewo» im Mai (Nummer 22) hat ein Politiker der Freien Liste gewisse Aussagen getätigt wie: Energie ist viel zu billig, es fahren übermotorisierte Nobelkarossen durch unsere Dörfer und dies mit meist einer Person besetzt und wenn man jetzt circa 25 Franken fürs Tanken mehr zahlen muss, für die gleiche Menge Benzin wie anfangs Jahr, wird das für die Liechtensteiner/-innen Fahrer keine finanziellen Schwierigkeiten bereiten. Ein Politiker, der solche Aussagen tätigt, ist mit sich selbst beschäftigt, interessiert sich nur für seine eigenen Belangen und ist überhaupt nicht volksnah. Leider vergisst dieser Politiker, dass nicht nur die Benzinpreise gestiegen sind. Es wird vergessen, dass die, die ihr Fahrzeug zur Arbeit benötigen, jetzt im Monat 100 bis 150 Franken Mehrkosten haben um wirtschaftlich tätig zu sein! Trotz Arbeit mit einem Anstellungsverhältnis von 100 Prozent müssen sich ihr Einkommen bis Ende Monat gut einteilen. Wir sind ein reiches Land, aber auch mit vielen Bedürftigen. Mit dem Thema Luxusauto habe ich kein Problem. Jeder soll sich das kaufen, was er sich leisten kann. Wer ein Luxusauto fährt, vermag auch die Spritpreise.
Die Besteuerung der Fahrzeuge, ­liebe Politiker, wäre das Thema, das angegangen werden sollte. Die ­Motorräder werden nach Hubraum ­besteuert, die Personenwagen nach Gewicht und die Elektrofahrzeuge oder Hybrid sind von der Steuer ­befreit. Meine Frage: Wie kann es sein, dass ein exklusives Fahrzeug mit hohem Katalogpreis und enormer Leistung gleichviel an Steuern zahlt wie ein Kleinwagen mit fast dem identischen Gewicht? Wie kann es sein, dass ein Familienbus/Van, der von Familien benötigt wird, fast das Doppelte zahlen muss wie ein exklusives Luxusfahrzeug? Wie kann es sein, dass ein exklusives Fahrzeug, das mit einem kleinen Hybridmotor ausgestattet ist, von der Steuer befreit wird? Wie kann es sein, dass ein Elektrofahrzeug von der Steuer befreit ist? ­Fahren diese nicht auf der Strasse?
Meine Botschaft ist: Das Strassen­besteuerungssystem ist veraltet und sollte seit Langem angepasst werden. Das, liebe Politiker, sind alles Themen, die mit den steigenden Preisen angegangen werden sollten: Es wäre an der Zeit sich zu bewegen und sich für seine Wähler einzusetzen.

Silvia Ritter, Rennhofstrasse 39, Mauren

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