Leserbrief

Solidarität, Fakten

Agnes Dentsch, Poliweg 12, Ruggell | 1. Juni 2022

Wie steht es mit der Solidarität gegenüber unseren Rentnern? Unsere Rentner haben massgeblich zu unserem heutigen Wohlstand beigetragen. Für viele Rentner sind 500 Franken viel Geld. Gerade in Zeiten der Inflation, wo die Preise – von Lebensmitteln bis hin zu den Heizkosten – stetig steigen. Und nicht zu vergessen: Die Krankenkassen­prämien werden auch steigen.
Auch die arbeitende Generation kommt ins Rentenalter, dafür zahlt sie heute AHV-Beiträge, wie die Rentengeneration es auch tat. Das ist Solidarität!
Fakten zur Initiative:
1. Die Franchisebefreiung von 500 Franken betrifft nur die im Land gesetzlich krankenversicherten (OKP = Grundversicherung) Rentner, die medizinische Leistung in Anspruch nehmen.
2. Der Selbstbehalt von 10 Prozent (maximal 450 Franken) bleibt.
3. AHV-Erhöhung hat nichts mit der Volksinitiative zu tun! Die 500 Franken Franchise muss mit oder ohne AHV-Erhöhung (bereits ab dem ersten Arztbesuch) bezahlt werden.
4. Ein Argument seitens der Initiativgegner ist das «Giesskannenprinzip» (kann schon nicht mehr hören), weil zuerst ein Gesamtkonzept erarbeitet werden soll. Einverstanden, aber: Wie soll so ein Gesamtkonzept aussehen und wann soll es präsentiert werden?
5. Bei einem Gewinn von rund 224 Millionen sind die anfallenden Kosten von circa 3,4 Millionen Franken gut finanzierbar.
6. Ein kleiner Beitrag in Form der Franchisebefreiung für unsere Rentner zugutekommen zu lassen, spricht für eine Wertschätzung ­unserer Rentner.
7. Die Initiative kann ohne grosse Bürokratie in kürzester Zeit in Kraft gesetzt werden. Rentner können das Geld jetzt gebrauchen und nicht erst in vielen Jahren!
Für mich, und zu meiner Freude für viele Bürger in meinem Umfeld, ist klar: Ja für die Initiative «Franchisebefreiung».

Agnes Dentsch, Poliweg 12, Ruggell

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