Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Der ultimative Dachschaden

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern | 21. Mai 2022

Jenen kann man am Oberstübchen haben oder auf dem Hausdach; etwa einem Flachdach, Fusswalmdach, Kreuzdach, Grabendach, Krüppelwalmdach, Mansardendach, Mansardendach mit Fusswalm, Mansardendach mit Schopf, Mansardenwalmdach, Nurdach, Paralleldach, Pultdach, Pultdach erweitert/versetzt, Satteldach, Satteldach erweitert, Sattel-Walmdach, Scheddach, Schleppdach, Schmetterlingsdach, Tonnendach, Walmdach, Walmdach-Kehldach, Zeltdach, Zwerchdach, Zwerchzeltdach. Dann haben Dächer auch noch Gauben, Dachfenster, Kamine ragen heraus und auf ein paar wenigen ist auch noch ein Storchennest. Einige sind schattig, nahe am Wald und meist mit Moos und Klump überwuchert. Angesichts dieser Vielfalt muss auch schon dem Einfältigsten klar werden, dass die Bestückung all dieser, oft auch sehr kleinen Dächer, ein vor allem teures Narrenwerk werden würde. Komplizierte Konstruktionen würden notwendig und bei jedem Haus eine teure, meist dem Ertrag nicht angemessene Regeltechnik, für welche oft der Weinkeller geopfert werden müsste. Sauer aufstossen wird es jenem Hausbesitzer, der sich zum Beispiel in England auf einem Landsitz die Idee für ein schönes Häuschen geholt hat und es nun mit Solarpanelen verschandeln müsste. Das hält sich aber im Winter in Grenzen, wenn auf den Dächern wochenlang der Schnee liegt, die Schönheit also den Ertrag raubt. Man weiss heute, dass Solar besser funktioniert, wenn die Sonne nicht im 90 Grad Winkel darauf brennt. Auch ist diffuses Licht besser. So weiss man, dass Solarmodule an senkrechten Wänden den besseren Ertrag liefern. Wenden wir uns also von der Idee der Dächer für ein energieautarkes Ländchen sofort ab und befreunden uns mit grossen Gebäuden wie Fabriken, Schulen, Bauernhöfen, Silos, Fels- oder einfach grossen Stellwänden. Dass die Politik ihrem, offensichtlich vom Ukrainekrieg aufgezwungenen Wahn erlag, unsere Stromsicherheit sofort zu erhalten, mögen wir ihr nachsehen. Man muss auch einmal verzeihen und vergessen können.


Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung