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Leserbrief

Demografische Entwicklung

Vorstand desLiechtensteiner Seniorenbundes | 3. Februar 2016

AHV-Revision

In unserem letzten Forumsbeitrag haben wir auf das Problem der demografischen Entwicklung hingewiesen. Diese hat auf die Finanzierung der AHV-Renten grossen Einfluss. Die Problemstellung ist nicht neu. Vertreter des Seniorenbundes haben sich dazu bereits im Herbst 1999 (!!) Gedanken gemacht.
Altregierungschef und Gründermitglied des Liechtensteiner Seniorenbundes, Dr. Alfred Hilbe, schlug in einem Referat den Umbau der AHV-Finanzierung von einem reinen Umlageverfahren auf ein adaptiertes Kapitaldeckungsprinzip vor. Deshalb forderte er unter anderem eine substanzielle Erhöhung des Staatsbeitrages und eine Änderung der zu grosszügigen Praxis der Frühpensionierung zulasten der AHV.
Verantwortungsvolle Politiker haben diese Anregungen aufgenommen und sie teilweise umgesetzt. So stieg der Landesbetrag von 21,5 Millionen Franken im Jahr 2000 auf 59,8 Millionen Franken im Jahr 2014. Das Fondsvermögen stieg in diesem Zeitraum um 1 Milliarde Franken auf 2,9 Milliarden Franken an, was beinahe 11 Jahresausgaben entspricht.
Die an und für sich sehr erfreuliche demografische Entwicklung stellt zweifellos eine Herausforderung dar. Kommt dazu, dass jetzt und im kommenden Jahrzehnt die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Eine Entspannung zeichnet sich für die Jahre nach 2040 ab. Dann werden wieder geburtenschwache Jahrgänge ins AHV-Alter kommen und die bereits in Rente stehenden geburtenstarken Jahrgänge reduzieren sich durch den Tod.
Dank der Weitsicht früherer Politikergenerationen ist unsere AHV sehr gut aufgestellt, um den jetzt anstehenden Herausforderung zu begegnen. Die Reserven des AHV-Fonds machen es möglich, diese schwierige Phase zu überbrücken und die Deckungslücke aus dem reinen Umlageverfahren zu schliessen. Ein kontrollierter Reserveabbau darf in Kauf genommen werden. Die AHV-Renten werden auch dennoch für die kommenden Generationen gesichert sein. Wer unseren jungen Beitragszahlern einreden will, «für euch gibts dann mal keine Rente mehr», handelt verantwortungslos. Voraussetzung ist jedoch, dass eine wichtige Einnahmequelle erhalten bleibt – der Staatsbeitrag. Lesen Sie mehr dazu in unserem nächsten Forumsbeitrag.

Vorstand des
Liechtensteiner Seniorenbundes

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