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Leserbrief

Keine «gesamtheitliche Lösung» irgendwann

Othmar Züger, Aeulegraben 32, Triesen | 19. Mai 2022

Bei der Debatte des Landtages über die Volksinitiative zur Abschaffung der 500-Franken-Franchise der Krankenkassenkosten für AHV Rentner wurde von Exponenten beider Regierungsparteien und der Freien Liste als Gegenargument eine «gesamtheitlichen Lösung» anzustreben hervorgezogen. Was diese konkret sein soll, wurde weitestgehend offengelassen, womit sich vermuten lässt, dass es dabei vielmehr um ein weiteres «Auf die lange Bank schieben» handelt. Wohl aufgescheucht von über 2700 gültigen Unterschriften des Initiativbegehrens der DPL, immerhin rund 15 Prozent aller Stimmbürger, oder über 20 Prozent der üblicherweise an Abstimmungen Teilnehmenden, haben dann beide Grossparteien gemeinsam einen Vorstoss zu einer (Gegen-) Initiative angekündigt, die, sollte es je so weit kommen, eine geringfügige Erhöhung der Renten beinhalten soll. In den letzten elf Jahren sind alleine die obligatorischen Grundprämie der Krankenkassen um über 900 Franken im Jahr gestiegen, von anderen Gebühren und versteckten Abgaben für staatliche Dienste gar nicht zu reden. Entlastungen für Rentner sind nach elf Jahre eingefrorenen Renten längst überfällig, diese Franchise Befreiung leistet das einfach und unbürokratisch, im Gegensatz zu «gesamtheitlichen Lösungen» irgendwie und irgendwann dann mal in Zukunft.

Othmar Züger, Aeulegraben 32, Triesen

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