Leserbrief

Chance verpasst

Arbeitsgruppe Inklusion der Freien Liste | 11. Mai 2022

Letzte Woche fiel das Wahlalter 16 im Landtag knapp durch. Schade! Denn der politische Einbezug von jungen Menschen ist wichtig. Unsere Gesellschaft überaltert immer mehr, sodass junge Menschen oft überstimmt werden. Mit 16 Jahren sei nur wenig Lebenserfahrung vorhanden, war das wichtigste Gegenargument. Das mag stimmen, aber wir müssen uns ehrlich fragen: Reicht unsere grössere Lebenserfahrung in einer zunehmend komplexen Welt, um richtige Entscheidungen zu treffen? Wer von uns kann die Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz, genverändertem Saatgut oder moderner Fortpflanzungsmedizin sachlich richtig beurteilen? Hilft uns die Lebenserfahrung, den Klimawandel zu stoppen, weitere Pandemien oder einen Atomkrieg zu verhindern? Wir Erwachsenen, auch die Älteren unter uns, setzen jetzt die Weichen für die Zukunft der Jugend. Die langfristigen Konsequenzen davon müssen viele von uns aber nicht mehr tragen. Alleine deshalb wäre es wichtig, junge Menschen über ihre eigene Zukunft mitbestimmen zu lassen. Nicht alle würden diese Chance nutzen, und die 16- und 17-Jährigen würden wohl auch keinen massiven Einfluss auf das Ergebnis einer Abstimmung haben. Aber junge Menschen würden so früher lernen, wie wichtig Demokratie ist. Und dass man für die eigene Zukunft einstehen kann und muss. Die Junge Liste hat das mit diesem politischen Vorstoss getan – danke!

Arbeitsgruppe Inklusion der Freien Liste

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