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Leserbrief

Mehr Nüchternheit, bitte!

Normann Wille, Auring 9, Vaduz | 25. April 2022

Seit sieben Wochen beobachte ich die Vorgänge in der Ukraine. Russlands ungerechtgertigter Angriffskrieg gegen die Ukraine treibt mittlerweile auch in Westeuropa Blüten, die in meinen Augen mehr als besorgniserregend sind. Da sind selbst die «Grünen», traditionell aus der pazifistischen Friedensbewegung mitentstanden, die sich derzeit geradezu als Kriegstreiber gebärden. Ich sehe die USA, die mittlerweile für mehr als zweieinhalb Milliarden US Dollar Waffen und militärisches Gerät an die Ukraine geliefert haben. In Deutschland tobt parteiübergreifend ein regelrechter Kampf darum, der Ukraine noch mehr, noch schneller, noch tödlicheres Gerät liefern zu müssen, sollen – oder es eben nicht zu tun. Ich bin an sich kein sehr ängstlicher Mensch. Aber ich denke, so langsam aber sicher sollten wir alle ein wenig nüchterner werden. Was hier zu beobachten ist, ist in meinen Augen ein ganz gefährliches Spiel mit dem Feuer, das schnell ins Auge gehen kann. Diese bisher kaum mehr gekannte Kriegsrethorik, diese Trommlerei gegen Russland, dieses Aufbauen eines totalen, absoluten Feinbildes, das alles sollte uns mehr als zu denken geben. Wir dürfen uns nicht derart in diese Kriegstreiberei hineinsteigern lassen. Zurück zu mehr Nüchternheit. Wir brauchen eine diplomatische Lösung, so schwierig sie zu erzielen zu sein scheint. Bremsen. Schnell. Das geht sonst nicht gut aus. Und dann kommen tatsächlich Zeiten auf uns zu, die wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern müssen.

Normann Wille,
Auring 9, Vaduz

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