Leserbrief

Industrielle Photosynthese wäre die Lösung

Max Matt, Im Moosacker 28, Altstätten | 25. April 2022

Könnte man doch die Photosynthese, eines der vielen Naturwunder, industriell nachmachen! Wir wären alle heutigen CO2-Sorgen los. «Der Umfang der Photosynthese», wie ein Biologiebuch um 1960 berichtet, «ist so gross, dass man diesen Energietransformierungs-Prozess als den grössten Energieumsatz bezeichnen kann, der von Lebewesen auf der Erde durchgeführt wird. Jede grüne Pflanze führt bei Tageslicht den Prozess der photosynthetischen CO2-Assimilation ständig durch. Die Pflanze spaltet CO2 in Kohlenstoff und Sauerstoff. Den Kohlenstoff braucht die Pflanze und der Sauerstoff wird der Atmosphäre zurückgegeben. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Photosynthese entdeckt und in ihren Grundlagen erforscht. Erst im 20. Jahrhundert ist im Zusammenhange mit der Entwicklung der Chemie die Forschung im ständigen Fortschreiten begriffen, doch ist man von einem kausalen Verständnis der mit der Photosynthese verbundenen Kettenprozesse leider noch recht weit entfernt.» Die Photosynthese nachbauen ist auch im Computerzeitalter nicht einfach. Sonst würde die Industrie schon längstens mit der Energie der Sonne betriebene Photosynthese-Anlagen produzieren. Man stelle sich einmal vor, wie viele Sorgen die Menschheit mit dem menschengemachten CO2 los wäre. Im Nachhinein lässt sich gut reden. Hätte man doch die vergangenen sechzig Jahre mehr Geist und Kapital in die Photosynthese-Forschung gesteckt, um sie industriell zu nutzen. Was bis heute nicht gelungen ist, kann noch Tatsache werden. Denn mit dem Ziel CO2-Null, das walzt alles platt. Die Kosten wachsen, um nur ein Ziel zu erreichen, in den Himmel. Auf das Ergebnis wird die Menschheit Jahrzehnte warten müssen.

Max Matt,
Im Moosacker 28, Altstätten

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