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Leserbrief

Gedenkort für Wilhelm Beck

Hansrudi Sele, Pradafant 1, Vaduz | 3. März 2022

Anlässlich einer Vorlesung am Senioren-Kolleg referierte kürzlich der Historiker Rupert Quaderer anhand von Briefzeugnissen aus den Jahren 1913–1915 über Wilhelm Becks Vorstellungen und Aktivitäten zur politischen Neugestaltung Liechtensteins. Aufgrund seines kämpferischen und letztlich erfolgreichen Wirkens kommt Wilhelm Beck (1885–1936) für die verfassungsrechtliche, gesetzgeberische und wirtschaftliche Entwicklung Liechtensteins im ersten Vierteljahrhundert des 20. Jahrhunderts eine prägende Bedeutung zu. Zahlreiche in der Verfassung von 1921 verankerten und heute in ihren Grundzügen noch gültigen Volksrechte gehen auf die von ihm initiierten «Schlossabmachungen» von 1920 zurück. Auch an der Erarbeitung des neuen Personen- und Gesellschaftsrechtes (PGR) und weiterer wichtiger Gesetze und ebenso an den Vorbereitungen des Zollvertrages mit der Schweiz war er wesentlich beteiligt. Wohl kaum ein Liechtensteiner hat vor ihm und nach ihm sich derart wirksam und nachhaltig für die Entwicklung, sprich Demokratisierung unseres politischen Systems eingesetzt. Im Alter von erst 51 Jahren ist der «Fürsprecher der Arbeiter und Kleinbauern» am 20. Januar 1936 verstorben. Mit seiner Energie und Tatkraft hat er sich möglicherweise aufgerieben. Ich denke, es wäre an der Zeit, dem Patrioten Wilhelm Beck, dem das absolutistische Gehabe der ausländischen Beamten, «die mehr schaden, als dass sie nützen», ein Gräuel war, in der Öffentlichkeit in irgendwelcher Form ein würdiges Denkmal zu setzen.

Hansrudi Sele, Pradafant 1, Vaduz

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