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Leserbrief

Liechtensteins humanitäre Tradition ist jetzt gefordert!

Freie Liste und Junge Liste | 26. Februar 2022

Russland hat mit dem Angriff auf die Ukraine nicht nur das Minsker Abkommen verletzt, sondern auch das Völkerrecht gebrochen. Russland hat der Ukraine den Krieg erklärt. Schon 2014 ist die russische Armee in die Krim einmarschiert und hat die Halbinsel in Folge annektiert und in die Russische Föderation integriert. Die restlichen Staaten schauten damals fassungslos zu und verhängten milde Sanktionen – machten aber weiter Geschäfte mit Russland und zeigten keinen Elan, sich aus der russischen Abhängigkeit bei den Gaslieferungen zu befreien. Nun – acht Jahre später – marschiert Russland in die Ukraine ein. Wie auch im Jahr 2014, zeigt sich der Westen heute scho-ckiert – und es hat den Anschein, dass es die Regierungen völlig unvorbereitet trifft.
Die Ukraine steht einem übermächtigen Aggressor gegenüber.
Jede kriegerische Handlung führt zu unermesslichem Leid. Menschen kommen zu Tode. Viele verlieren ihre Existenzgrundlage. Es liegt in der Natur des Menschen, dass diese die Flucht ergreifen, wenn das Leben ihrer Familien, Partner und Kinder bedroht ist.
Krieg und gewaltsame Konflikte machen ein normales Leben in der Ukraine unmöglich. Den Überlebenden droht ein Leben als Fremder im eigenen Land unter russischer Herrschaft. Für viele ist die Flucht nach Westen die einzige Option.
Liechtenstein rühmt sich immer wieder seiner humanitären Tradition. Am Tag des Einmarschs durch Russland in die Ukraine, erinnert eine liechtensteinische Zeitung (das «Volksblatt», Anm. d. Red.) an den Zweiten Weltkrieg: Liechtenstein habe dazumal 500 Russen und Russinnen Asyl gewährt, die liechtensteinische Bevölkerung habe die Menschen auf der Flucht grossmütig empfangen und ihnen in der schweren Zeit geholfen.
Während des Kosovo-Kriegs hat Liechtenstein Hunderten Menschen Zuflucht auf Dauer gewährt. Nach Ende des Krieges konnten diese in ihre Heimat zurückkehren und dort wieder eine Existenz aufbauen.
Wir fordern die Regierung auf zu handeln. Um dieser Aufforderung Nachdruck zu verleihen, wird im März-Landtag eine Petition eingereicht werden.

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