Leserbrief

Vom Testwahn über die Fallzahlen zum Impfwahn

Kurt Gstöhl, Festspielstrasse 22, Eschen | 9. Februar 2022

Wie aus einem Interview vom 2. Feb­ruar 2022 in der «Lie:Zeit» zu entnehmen ist, spricht sich Regierungsrat Manuel Frick für die Impfung ab 5 Jahren aus. Ich zitiere: «Auch wenn das selten der Fall ist, können Kinder durch Covid-19 schwere Verläufe haben, oder unter Long Covid leiden. Die Impfung bietet einen guten Schutz. Zudem kann durch die Impfung auch die Quarantäne vermieden werden.» Wie kann ein Gesundheitsminister einer Altersgruppe, die praktisch ein Nullrisiko hat, an Covid-19 zu erkranken oder gar zu sterben, eine Impfung empfehlen, bei der weder die Kurzzeitwirkungen, geschweige denn die Langzeitwirkungen bekannt sind. Die Gefahr, an Impfnebenwirkungen zu erkranken, ist um ein Vielfaches höher, als an Covid-19 zu erkranken oder gar unter Long Covid leiden zu müssen. Robert W. Malone, ein US-amerikanischer Virologe, Immunologe und Molekularbiologe, der an den mRNA-Impfstoffen massgeblich beteiligt war, warnt eindrücklich davor, Kinder und Jugendliche zu impfen. Es gibt absolut keine Notwendigkeit und keinen Nutzen dafür. Die Risiken überwiegen den Nutzen deutlich. Laut Amt für Statistik Liechtenstein beträgt die Impfquote der Gesamtbevölkerung abzüglich der Altersgruppe der 0- bis 4-Jährigen über 70 Prozent. Wenn wir die Genesenen und die Dunkelziffer, die laut Manuel Frick («Volksblatt», 28. Januar 2022) das Drei- bis Vierfache der «Fallzahlen» beträgt, dazurechnen, liegt die geschätzte Immunisierungsrate bei über 90 Prozent. Worauf warten wir denn noch? Was muss denn noch alles erfüllt sein? Wann wird denn der Zeitpunkt kommen, wo wir wieder in eine Normalität zurückfinden? Da lob ich mir die Aussage im «Volksblatt» vom 24. Januar 2022 von Marcel Tanner, Schweizer Epidemiologe und ehemaliges Mitglied der Covid-19 Taskforce des Bundes. «Marcel Tanner schlug vor, künftig die Verbreitung des Coronavirus nur noch mit Stichproben, ähnlich wie bei einer Grippe zu überwachen. Testen lassen sollte sich grundsätzlich nur noch, wer Symptome hat, die auf Corona hindeuten.» Dem ist nichts hinzuzufügen. Solange aber weiterhin gesunde Menschen getestet werden, wird sich die Pandemie mit ihren teilweise willkürlichen Massnahmen aufgrund von nichtssagenden «Fallzahlen» auch in Zukunft rechtfertigen lassen.

Kurt Gstöhl, Festspielstrasse 22, Eschen

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