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Leserbrief

Rechte versus Selbstgerechte?

Jens Ockert, Landstrasse 340, Triesen | 28. Januar 2022

Antwort auf den Leserbrief «Ein Experiment der Neuen Rechten?» von Stefan Sprenger, «Volksblatt» vom 27. Januar:

Geschätzter Herr Sprenger, Sie müssen sich einfach eingestehen, dass der Unmut gegen Grenzschliessungen (Frühjahr 2020), selbstermächtigtes Handeln zweier Regierungen im Land (Schwarz/Rot und Rot/Schwarz) ohne hinreichende Landtagseinbindung aufgrund von Verordnungen, einem Überbrückungskredit von anfangs 4 Prozent, von unsinniger Maskenpflicht für Primarschüler bis zur Aussperrung von Ungeimpften vom gesellschaftlichen Leben und den meisten Genesenen (nach sechs Monaten) und gelegentliche Stigmatisierung von Demonstranten, die ihr Recht auf Meinungsäusserung wahrnehmen, zu sehr klaren Fragen führen, ob wir hier überhaupt noch von gelebten demokratischen Strukturen sprechen können! Der Fall «Rössle» in Ruggell, zu dem 50 Polizisten ­eine Beiz und Gäste unter Druck ­gesetzt hatten, um einen (!) angeblichen Reichsbürger zu verhaften, zeigt, welchem Potenzial wir hier alle ausgesetzt waren und sind. ­Verschwörungstheorien haben dort fruchtbaren Boden, wo das Demokratie-Narrativ bei den Regierenden nur noch in Sonntagsreden vorkommen darf, aber ansonsten langsam verstirbt! Personen, die auch noch die Kritiker dieses Vorgehens kritisieren, müssen sich fragen, ob sie selbst nicht auch Hand an diese Entwicklung legen.

Jens Ockert, Landstrasse 340, Triesen

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