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Leserbrief

Landtag kann die Pandemie nicht wegblasen

William Gerner, Quellenstrasse 8, Eschen | 24. Januar 2022

Diese Forderung in Zusammenhang mit Corona zu stellen, empfinde ich als Schwachsinn. Nach einer Unterschriftensammlung weiss man dann zwar namentlich, wer wirklich ­hinter der absurden Idee steht. Aber auch ein neuer Landtag kann die Pandemie nicht wegblasen. ­Niemand weiss heute genau, was richtig und falsch war und ist, und was uns die Pandemie noch bringt, auch die Demonstrierenden nicht. Ein politischer Stillstand wäre zur jetzigen Zeit verheerend. Die Regierung hat die Pflicht, das Land durch ­diese Krise zu führen und die ­Menschen möglichst vor schweren Krankheitsverläufen zu bewahren. Das ist meines Erachtens bisher gut gelungen. Ich verstehe daher nicht, wenn man den Politikern sogar schlechte Absichten unterstellt. In der Demokratie kann man selbstverständlich über alles diskutieren und auch mit wirren Argumenten kritisieren. Man darf diese Haltung aber auch verurteilen. Mir haben nicht alle Entscheide der Politiker gleich gut gefallen. Aber auch für die Politiker war und ist diese ­Pandemie Neuland. Ich muss nun feststellen, dass die Entscheidungen mit Augenmass – keine Impfpflicht – im Interesse der Volkes getroffen wurden, obwohl kleinere Parteien immer wieder härtere Massnahmen forderten. Wir wurden in ganz ­Europa fast am wenigsten eingeschränkt und die geschädigte Wirtschaft wurde am meisten unterstützt. Vor allem konnten sich bei uns alle schon drei Mal impfen ­lassen, um beinahe ein normales Leben führen zu können. In vielen Ländern dieser Welt war das noch nicht möglich. Zwei Fakten stehen heute weltweit fest: Das FFP2- Maskentragen bremst die Ausbreitung des Virus und schützt vor allem auch viele der Ungeimpften vor Ansteckungen und schweren Krankheitsverläufen. Den Demonstrierenden möchte ich einfach einmal zu denken geben, dass Liechtenstein keine einsame Insel ist. Wir sind eingeklemmt zwischen Österreich und der Schweiz. Unsere Politiker, also auch ein neuer Landtag, können nicht ohne Rücksprache mit unseren Nachbarn entscheiden. Wenn das Massnahmengefälle nämlich zu gross wird, dann haben wir eines Tages geschlossene Grenzen und zwar nicht nur nach Österreich, sondern auch zur Schweiz. Was dann geschieht, das mag ich mir nicht einmal ausdenken. Statt demonstrieren und politisieren sollte jeder im kleinen Rahmen alles Mögliche unternehmen, um viel Leid von vielen Familien fernzuhalten. Vor allem sollten wir den Menschen zuhören, die einen schweren Covidverlauf überlebt haben oder an Long Covid leiden. Das würde ­sicher zum Nachdenken anregen.

William Gerner,
Quellenstrasse 8, Eschen

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