Leserbrief

«Brückenbauer»

Kurt Gstöhl, Festspielstrasse 22, Eschen | 12. Januar 2022

Die Aussage von Manuel Frick im «Volksblatt» vom 10. Januar 2022 mit dem Wortlaut «Gerade in der jetzigen Situation ist die Kultur auch ein Brückenbauer, der für den sozialen Kitt sorgt» ist für mich nicht nachvollziehbar. Was für ein «Kitt» soll das denn sein, wenn nur noch Genesenen und Geimpften der Zutritt in Restaurants, Bars, Kultur-, Sport-, Freizeit- und Unterhaltungsbetrieben gewährt wird. Das klingt für mich wie ein Hohngesang auf alle, die weder geimpft (warum auch immer) noch genesen sind. Diesen gesunden Personengruppen wird die Teilnahme am öffentlichen Leben gänzlich verwehrt. Was soll das für eine «Brücke» sein? Eine Brücke soll verbinden und nicht trennen. Wie da ein Kulturminister noch von sozialem Kitt sprechen kann, ist für mich ein absolutes Rätsel und fern von jeglicher Realität. Wenn Herr Frick dann noch ausführt (ich zitiere): Jeder und jede hat einen sehr direkten Zugang zur bildnerischen, künstlerischen oder musikalischen Erziehung. Das müssen wir unbedingt erhalten und ausbauen.» Diese Aussage ist für mich als ehemaliger Musiklehrer und Kulturinteressierter ein Schlag ins Gesicht.

Kurt Gstöhl, Festspielstrasse 22, Eschen

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