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Leserbrief

Regen in der Datenwüste

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen | 25. November 2021

Die Liechtensteiner Medien berichteten kürzlich, dass vom Amt für Statistik die positiven Coronafälle nach Impfstatus und Alter zum ersten Mal publiziert wurden.
Dieser Schritt kann als Regen in der Datenwüste bezeichnet werden; aufgrund des kurzen Berichtzeitraumes von nicht einmal einem Monat, allerdings nur als Nieselregen. Immerhin, denn der Regen lässt die Wüsten-Lebewesen aus ihrem «Überdauerungszustand» erwachen.
So hoffe ich, dass dieser Regen auch dafür sorgen wird, endlich die Antwort auf die zentrale Frage nach dem Gesundheitszustand der Coronainfizierten einschliesslich dem Krankheitsverlauf zu liefern. Allerdings sollte das Düngemittel «Willkür» verboten werden. Denn beispielsweise der Zahlenhokuspokus, dass asymptomatische Verläufe von vollständig Geimpften per Definition nicht als Impfdurchbruch gelten, ist irreführend. Offenbar hat das Monster der asymptomatischen Personen an Schrecken verloren – zumindest auf der Seite der Geimpften. Warum ist das so? Ist das zielführend?
Wenn die Ärztekammerpräsidentin, statt apokalyptische Prophezeiungen in die Welt zu setzen, gemeinsam mit den Regierenden dafür sorgt, dass die Geimpften, deren Impfschutz bereits nach wenigen Monaten abgenommen hat, so rasch als möglich den Booster erhalten, sollte das Leben in der Wüste zu florieren beginnen(?).

Carmen Sprenger-Lampert,
Landstrasse 333, Triesen

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