Leserbrief

Hoffnungslicht

Nadja Frick, Junkerriet 2, Balzers | 18. November 2021

Das untenstehende Gedicht habe ich in den letzten Tagen per Whatsapp erhalten und möchte es hier weitergeben, damit so viele wie möglich es lesen (Anm. d. Red: Das Gedicht stammt von Doreen Kirsche aus dem Buch Poetessa, Karina Verlag):

«Das Leben bremst zum dritten Mal,
die Konsequenzen sind fatal,
doch bringt es nichts, wie wild zu fluchen,
bei irgendwem die Schuld zu suchen,
denn solch wütendes Verhalten,
wird die Menschheit weiter spalten.
Viel zu viel steht auf dem Spiel,
Zusammenhalt, das wär’ ein Ziel,
nicht jeder hat die gleiche Sicht…
nein, das müssen wir auch nicht.
Die Lage ist brisant wie selten,
trotz allem sollten Werte gelten
und wir uns nicht die Schuld zuweisen,
es hilft nicht, wenn wir uns zerreissen.
Keiner hat soweit gedacht,
wir haben alle das gemacht,

was richtig schien und nötig war,
es prägte jeden dieses Jahr.
Für alle, die es hart getroffen,
lasst uns beten, lasst uns hoffen,
dass diese Tage schnell vergeh’n
und wir in bess’re Zeiten geh’n.
Ich persönlich glaub’ daran,
dass man zusammen stark sein kann…
Für Wandel, Heilung, Zuversicht
zünd’ mit mir an, ein Hoffnungslicht!»

In diesem Sinne finde ich die Antwort des Landtagsabgeordneten Herbert Elkuch in der «Liewo» vom 14. November zur Frage, ob eine 2G-Regel in Liechtenstein denkbar wäre, sehr zutreffend: «Soll dieser Winter nicht zu einer Wiederholung des letzten werden, müssen auch Geimpfte an Schutzmassnahmen und gegenseitige Rücksicht erinnert werden. Um die Übertragungsrate zu hemmen, braucht es alle. Nicht die Masse, sondern jeder Einzelne trägt Verantwortung.» Wir alle, Geimpfte (denn auch sie können das Virus weitergeben) und Ungeimpfte, müssen uns der Schutzmassnahmen wieder bewusster werden: gründlich Hände waschen, Hände schütteln vermeiden, in die Armbeuge husten und niesen, Abstand halten, Masken tragen.
Ich wünsche mir sehr, dass wir in der derzeitig angespannten Situation aufhören, jemandem die Schuld zuzuweisen. Dies spaltet unsere Gesellschaft wie selten zuvor. Wir alle können unseren Beitrag zur Überwindung dieser Krise leisten und müssen unser Bestes geben, um diese schwierigen Zeiten gemeinsam wohlbehalten zu überstehen.
Uf anand luaga, zemma heba, Sorg heba!

Nadja Frick, Junkerriet 2, Balzers

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