Leserbrief

Massnahmengegner und Mitläufer

Helen Marxer Floraweg 19, Vaduz | 5. November 2021

Die Kritik der Jungen Liste an den Montagdemos ist berechtigt. Sie kritisieren jene, die in respektlosen Reden die Behörden verunglimpfen und jene, die Schweizer Freiheitstrychler und deutsche Reichsbürger auf den Peter-Kaiser-Platz einladen.
Die JL hat in ihrem ersten Appell die Teilnehmenden als eine «Bewegung, die von Libertären, religiösen Fundamentalisten, Verschwörungs-mythikern, Faschisten und Holocaustverharmlosern unterwandert ist, bezeichnet.» Das stimmt leider, selbst wenn auch Leute an den Demos mitlaufen, die dem Impfen mit grosser Skepsis begegnen.
Valentin Ritter von der JL verdeutlicht es in seinem Leserbrief vom Donnerstag, in dem er einige Ansichten, der MassnahmenGegner/-innen aufzählt, «Impfungen werden mit NS-Armbändern verglichen, … eine Hitler-Figur mit der Aufschrift Adolf Berset und darüber Impfen macht frei…»
Die Idee, mit einer Demo die Montagsdemonstrierenden für einmal zu vertreiben, finde ich genial. Für die Pflegeberufe eine Lanze zu brechen, ist auch richtig. Die Aussagen dazu mögen etwas zu wenig differenziert sein, aber Leute aus den Pflegeberufen werden am 8. November zur Klärung beitragen.
In ihrem zweiten Aufruf bittet die JL, Personen, die sich nicht impfen lassen wollen oder die es verkehrt finden, dass die Tests nicht mehr gratis sind, sich genau zu über-legen, mit wem sie demonstrieren und welche Aussagen sie applaudierend an weiteren Demos unterstützen. Das kann ich nur unterstreichen. Denn wer mitmacht, ist mit den Aussagen und Absichten einverstanden.

Helen Marxer Floraweg 19, Vaduz

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