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Leserbrief

Gendergerechte Volkshymne?

Hansrudi Sele, Pradafant 1, Vaduz | 3. November 2021

Das Amt für Soziale Dienste (ASD) habe einen Leitfaden zum Gebrauch der gendergerechten Sprache herausgegeben, war am 30. Oktober 2021 im «Volksblatt» zu lesen. Eine Begründung dafür: Das sogenannte generische Maskulinum diskriminiere Frauen und mache sie unsichtbar. Am selben Tag wurde abends bei der Jungbürgerfeier die Volkshymne gesungen. Deren Text ist grossteils über 170 Jahre alt und alles andere als gendergerecht. Kann man nun davon ausgehen, dass der Fachbereich Chancengleichheit des ASD oder letztlich die Politik, der eine Vorbildrolle zukommt und die an der Jungbürgerfeier prominent vertreten war, alles unternimmt, dass der veraltete Text unserer Volkshymne überholt wird? Kommt dazu: Bereits Pepi Frommelt hat festgestellt (siehe Historisches Jahrbuch, Band Nr. 104, Jahr 2005), dass sich viele Leute an den Hoch-Rufen mit ausgestrecktem Arm stören. Diese untertänige Geste wecke Erinnerungen an den Faschistengruss. Auch hier wäre eher Augenhöhe anstelle von Unterwürfigkeit angezeigt.


Hansrudi Sele,
Pradafant 1, Vaduz

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