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Leserbrief

Mens?

Jo Schädler Eschnerstrasse 64, Bendern | 25. Oktober 2021

Seit Studien belegen; auch Männer haben ihre Tage. Seit Jahren beschäftigt sich die Wissenschaft mit dem bislang verdrängten Syndrom, nämlich dem «The irritable male Syndrome» (IMS) zu Deutsch das «Genervte Männersyndrom». Ein aktueller Bericht des Onelineportals medicaldaily.com zufolge ist ein Viertel der Männer einmal im Monat müde, gereizt, fühlt sich aufgedunsen, depressiv und aus fortpflanzungstechnischer Sicht sehr in sich gekehrt. Das ist erschütternd und lässt aufhorchen. Interessant und erschreckend zu erfahren, dass laut Umfragen nur etwa 43 % der Frauen dafür Verständnis aufbringen würden. Den Restlichen, an dieser Stelle juckt es den Schreiber bis unter die Haut, das verpönte Wort „Weiber“ zu verwenden, also der Mehrheit eben jener, scheint es schnurzpfeifenegal zu sein, wenn Männer leiden und es muss zu Recht vermutet werden, dass diese Art von Frauen auch grölend jubeln und auf den Tischen tanzen, wenn es heisst, der Mann darf keine Heulsuse und kein Weichei sein und er hat diskussionslos und natürlich jederzeit akkurat, Zweihänder, Schwert und Hellebarde zu führen. Vom Staubsauger und dem Putzlumpen gar nicht zu reden. Und vor allem; er muss pünktlich und beflissen genug sauberes Geld nach Hause tragen. So ist sein scheinbar unabwendbar schreckliches Schicksal wohl dies, dass er unter dem satanischen Kreuz von Gleichberechtigung, Emanzentrieb und selbstredend gleichem Lohn, aber sicher nicht für ihn, vor eben dieser unvernünftigen «Bande», der unbelehrbaren Mehrheit der Frauen regelrecht hergetrieben, niedergepeitscht und gehäutet wird. 57 Prozent der Frauen, die sich um wissenschaftliche Erkenntnisse keinen Deut scheren und denen der Mann, der ja aus der Rippe einer Frau entwickelt und im Evolutionsprozess immer mehr verfeinert und verbessert wurde, als solcher scheinbar wurscht, marginal, ja sogar trivial ist. Es bedeutet für das Fortbestehen der Menschheit, die ohne die Lendenkraft des Mannes keine; rosige Aussichten schon gar nicht hätte, nichts Gutes, wenn Erkenntnisse, dass sich der Testosteronspiegel des Mannes am Tag bis zu fünf Mal verändert und er mit seinem verstärkten Stimmungstief ab dem 50. Lebensjahr praktisch allein gelassen, um nicht zu sagen verstossen und ausgegrenzt wird. Hier, hochverehrte Frau Ministerin Monauni, besteht akuter, verstärkt durch diesen teuflischen Genderwahn, sogar dringender Handlungsbedarf. Denn so wie die Familie die Keimzelle der Gesellschaft, ist der Mann immer noch die Keimzelle der Menschheit.

Jo Schädler
Eschnerstrasse 64, Bendern

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