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Leserbrief

Klare Zeichen

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen | 13. Oktober 2021

Danke an Herbert Elkuch für seinen Mut zur Demo-Rede. Wünschenswert wäre, dass sich die Volksvertreter in entsprechender Position einer solchen Diskussion stellen. Bedauerlich, dass kein Regierungsmitglied der Einladung folgte.
Vonseiten der Medien fehlt es an einer ausgewogenen Berichterstattung mit inhaltlicher Tiefe. Der Demo-Beitrag des Schweizer Mediziners war sehr informativ, über dessen Inhalt wurde leider nur oberflächlich berichtet. Der kontroverse Diskurs wäre ein wertvolles Instrument, um aus diesem Schlamassel herauszukommen.
Weshalb beschäftigt sich der Landtag x-fach mit dem Coronathema, obschon er keine Verordnungskompetenz hat? Ein rational denkender Mensch zieht daraus den Schluss, dass die dafür investierte Zeit und Energie idealerweise anderweitig investiert würde.
Warum akzeptieren die 25 vom Volk gewählten Volksvertreter den ­Alleingang der ernannten fünf­köpfigen Regierung immer noch? Was rechtfertigt diese Alleinherrschaft in der aktuellen Situation?
Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Liechtensteiner Verfassung wurde ein «Verfassungsleitsatz» – als Verbindung zwischen Regierungs- und Landtagsgebäude – platziert; es handelt sich um Art. 14 der Verfassung «Die oberste Aufgabe des Staates ist die Förderung der gesamten Volkswohlfahrt».
Mögen sich die Regierenden und Volksvertreter bitte Gedanken über ihr Handeln in Bezug auf diesen Verfassungsartikel machen. Dieser Schriftzug wurde wohlbemerkt an dem Ort positioniert, an dem seit Wochen mehrere Hundert Menschen gegen die Coronamassnahmen demonstrieren. Das ist in Liechtenstein historisch! Auch ­liefern die 1200 gesammelten Unterschriften eine klare Botschaft.
Die Regierung hat mit 3G klar eine rote Linie überschritten. Diese Diskriminierung gehört sofort beendet! Gemäss Medien nimmt sogar der Polizeichef seit der 3G-Einführung die Stimmung im Land als gekippt wahr. Diverse Erkenntnisse, aber die Regierung agiert unverändert. Gefährlich – eine solche Art gefährdet den Frieden!

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen

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