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Leserbrief

Ein Schutzwald- Dogma beherrscht die Jagd-Diskussion

Mario F. Broggi, Kirchstrasse 11, Vaduz | 11. Oktober 2021

Gebetsmühlenartig wird im Zuge der Jagdgesetzes-Revision eine ­generelle Schutzwald-Gefährdung ­vorgetragen und es wird die Schutzwaldfläche ausgeweitet. Ängste ­werden geschürt. Der Wildverbiss mit mangelnder Waldverjüngung sei der Grund. Das wird von der ­Politik nachgesprochen. Es wäre ­allerdings um einiges komplexer darzustellen und vor allem ganzheitlicher zu betrachten. Das alpine Schutzwald-Management wird stark von forsttechnischem Interventions­glauben überformt. Subventionen spielen dabei auch ihre Rolle. Die Vorteile der bio-automatischen Schutzwirkung der natürlichen Walddynamik wird bei Weitem nicht ausreichend erkannt. Die Schutzwirkung des Waldes ist in ­unbewirtschafteten Beständen mit liegendem starken Totholz besonders ausgeprägt vorhanden. Das wird nicht zur Kenntnis genommen, im Gegenteil, es wird nach Stürmen aufgeräumt. Der getätigte Waldbau ist Kubikmeter- und nicht wirkungsorientiert. Eine Neuausrichtung ist gefragt. Wald-Ökologie scheint nicht zum fachlichen Repertoire gewisser Förster zu gehören. Ist da etwas in der Ausbildung schief gelaufen?

Mario F. Broggi,
Kirchstrasse 11, Vaduz

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