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Leserbrief

Ärgerliches Spektakel in der Lochgass Vaduz

Herta Kaufmann Bildgass 64, Schaan | 25. September 2021

Als ich am Dienstagabend um ca. 18 Uhr bei meinem täglichen Spaziergang auf dem Bänkle bei der normalerweise ruhigen Lochgass sass, glaubte ich an einer Hauptverkehrsstrasse zu sitzen: Ein Auto nach dem anderen fuhr in Richtung Rheindamm, musste aber wieder umkehren, weil dieser wegen Fussball gesperrt war. Es entstand Stau und Chaos in der ganzen Gass. Die Fahrer waren nervös, schimpften und ärgerten sich, denn Kreuzen war nicht mehr möglich. Ich betrachtete dieses Spektakel interessiert, und fragte mich, ob das die Zukunftsvision bei der Schliessung des Rheindamms wäre. Sollte dieser tatsächlich für Autos gesperrt werden, würden sich diese ganzen Fahrzeuge zusätzlich auf der Hauptstrasse Richtung Vaduz bewegen. Fazit: noch mehr Verkehr, noch mehr Staus, noch mehr Zeitverlust, noch mehr CO2-Ausstoss im Zentrum von Vaduz. Ich bezweifle, dass die Vaduzer Bevölkerung das so will. Seltsamerweise war dieses ärgerliche Szenario in der Lochgass unseren beiden «unabhängigen» Zeitungen keine Silbe wert. Normalerweise werden wir doch vom VCL in jeder Ausgabe, über jeden einzeln gezählten Fahrradfahrer auf dem Rheindamm informiert.
Für mich und viele andere Fussgänger ist der Rheindamm sowieso schon längere Zeit tabu. Seit die fanatischen Freizeit-Rennfahrer aus der ganzen Umgebung den Rheindamm als ihre Rennstrecke entdeckt haben, rauschen sie mit halsbrecherischer Geschwindigkeit an uns Fussgängern vorbei. Natürlich ohne zu klingeln, denn das ist anscheinend nicht mehr «in». Für Fussgänger auf dem Rheindamm empfehle ich daher, immer einen Rückspiegel in der Hand zu haben! Autos haben wenigstens eine Hupe … So viel aus meiner Sicht zum Erholungsgebiet Rheindamm!

Herta Kaufmann
Bildgass 64, Schaan

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