Leserbrief

Schlechter Witz

IG weg mit der Hochspannung | 15. September 2021

Im «Volksblatt»-Artikel vom 12. August 2021 war zu lesen, dass die von der Hochspannungsleitung betroffenen Grundeigentümer weiterhin eine Entschädigung für die Durchleitung des Stroms über ihre Grundstücke erhalten. Dazu wurde Swissgrid von der Regierung verpflichtet.
Inzwischen haben die Grundeigentümer auch die Kostenberechnung von Swissgrid erhalten. Swissgrid zahlt den Grundeigentümern sage und schreibe eine Entschädigung in Höhe von 2 bis 4 Franken pro Parzelle für die Dauer von 77 Tagen! Was für ein schlechter Witz!
Wir können auf diese paar Franken gut verzichten. Wir erwarten aber, dass Swissgrid ihre eigenen Erkenntnisse und Ankündigungen im «Bericht zum Strategischen Netz 2025» von 2015, Seiten 190 und 191 umsetzt. Darin heisst es unter Ziff. 8.2.4 «Trassenverlegung Balzers» unter anderem: … «Demzufolge ist die Leitung vor Ablauf der Dienstbarkeit zurückzubauen und aus dem Gemeindegebiet von Balzers zu verlegen.»
Obwohl an anderer Stelle im selben Bericht von 10- bis 15-jährigen Planungsphasen solcher Verlegungen die Rede ist, hat Swissgrid seither nichts Sichtbares in diese Richtung unternommen. Swissgrid baut stattdessen grösstmöglichen Druck auf verschiedenen Ebenen auf und ­versucht, unser Parlament dazu zu bringen, die eigenen Bürger zu enteignen. Wir erwarten vom Landtag, dass sie Volksvertreter und nicht Swissgrid-Vertreter sind.

IG weg mit der Hochspannung

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