Leserbrief

Mit einem Nein zum Ausbau des Rheindamms ein Zeichen für die Zukunft setzen

Stefanie Hasler, Meierhofstrasse 4, Vaduz | 15. September 2021

Die Befürworter/-innen des Rheindamm-Ausbaus argumentieren oft in der Vergangenheit: Die bisherige Unfallstatistik sei ja niedrig, die prognostizierte Zahl der Radfahrer auf dem Rheindamm nicht erfüllt etc. Gleichzeitig heisst es, dass mit einem Nein zum Ausbau «Lösungen für die Verkehrsproblematik hinausgeschoben» werden. Der Ausbau des Rheindamms ist eine punktuelle Massnahme zugunsten des motorisierten Individualverkehrs. Fakt ist: Die Verkehrsproblematik wird in erster Linie durch weniger Verkehr gelöst. Daher gilt es, den Langsamverkehr langfristig weiter zu attraktiveren und zu fördern. Wo ein praktisches und sicheres Angebot für den Fahrradverkehr besteht, steigt auch die Nachfrage. Die Zahl der Fahrräder und vor allem E-Bikes wächst stetig, auch als unkomplizierte Alternative zum Auto. Daher ist es nicht mehr als konsequent, wenn auch die Infrastruktur dementsprechend ausgerichtet wird. Gerade an Werktagen bietet der Rheindamm als quasi «Autobahn» für Fahrradpendler/-innen eine schnelle und direkte Verbindung – in den meisten Fällen auf ­einer Strecke von nur wenigen Kilometern zwischen dem Wohnort und dem Arbeitsplatz. Jeder Arbeitsweg, der auf dem Fahrrad zurückgelegt wird, bedeutet ein stauerzeugendes Auto weniger. Ich wünsche mir, dass Mobilitätsfragen zukunfts­perspektivisch und ganzheitlich betrachtet werden. Mit einem Nein zum Ausbau des Rheindamms entscheiden Sie sich für eine weitsichtige Lösung, die zukünftigen Generationen zugutekommt. Und übrigens: Fahrradfahren ist stressfrei und macht gute Laune!


Stefanie Hasler, Meierhofstrasse 4, Vaduz

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