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Leserbrief

Bedrückendes Gefühl der Hilflosigkeit

Nina Fischli, Feldkircherstrasse 50, Schaan | 23. Juli 2021

Beim Erstabdruck dieses Leserbriefes («Volksblatt» vom 22. Juli) fehlten am Schluss zwei Wörter, weshalb der Beitrag hiermit nun nochmals vollständig erscheint:
Ich bin dankbar über jede Stimme, die sich zum Schutz unserer Tiere zu Wort meldet. Sie lässt mich neue Hoffnung schöpfen. Sicherlich werden mir jetzt viele mit den Köpfen nickend beipflichten, wenn auch ich sage: Härtere Strafen für Tierquäler und mehr Rechte und Schutz für Tiere, insbesondere unsere sogenannten «Nutztiere», sind schon längst überfällig. Aus persönlichen Gesprächen weiss ich, dass sowohl Fälle von Tierquälerei als auch widriger Haltungsbedingungen und anderem Unrecht an Tieren sehr viele Menschen betroffen macht, es jedoch meist bei der Empörung und dem bedrückenden Gefühl der Hilflosigkeit bleibt. Und zwar deshalb, weil ich – und ich glaube, ich spreche hier für sehr viele von uns – nicht weiss, wie ich als Einzelperson diese Missstände beheben kann. Eine Strassendemo organisieren und mich als radikale Tierschutzaktivistin betiteln lassen, ist für mich keine befriedigende Option. Und so bleibt mir meist nur in stiller Verzweiflung die Hoffnung darauf, dass Mitbürger mit den entsprechenden Handlungsbefugnissen und -möglichkeiten endlich alle Hebel in Bewegung setzen und dafür Sorge tragen, dass Tiere auch in den Augen unserer Gesetzgebung als das angesehen werden, was sie sind und so behandelt werden, wie es ihnen gebührt; als intelligente Individuen mit Gefühlen, Schmerzempfinden und Bedürfnissen, die unserer Willkür leider wehrlos ausgeliefert sind und unseres Schutzes bedürfen. Deshalb hier nun mein Appell an Dr. Werner Brunhart und alle Kontrollorgane und Mitbürger, die entsprechende positive Änderungen für unsere Tiere herbeiführen können; lassen Sie uns nicht nur zusehen und im Stillen mitleiden. Wir können Geschehenes nicht mehr ungeschehen machen, doch bitte ich Sie inständig darum, alles Ihnen Menschenmögliche zu tun, um zukünftiges Tierleid zu verhindern.

Nina Fischli, Feldkircherstrasse 50, Schaan

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