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Leserbrief

Werte Frau Lampert

Emil Kaufmann, Unterfeld, Triesen | 22. Juli 2021

Besten Dank für Ihre Rückmeldung. Ich lese fast alle Ihre Leserbriefe, auch wenn ich Ihre Meinung nicht immer teile.
Langzeitfolgen treten in den ersten Wochen bis Monaten nach der Impfung auf, daher werden die Probanden nicht länger als ein paar Monate beobachtet – diese Zeit ist längst abgelaufen.
Nach Art.9a HMG wird eine befristete Zulassung im vereinfachten Verfahren erteilt, wenn:
a. es mit dem Schutz der Gesundheit vereinbar ist,
b. von deren Anwendung ein grosser therapeutischer Nutzen zu erwarten ist und,
c. in der Schweiz kein zugelassenes, alternativ anwendbares und gleichwertiges Arzneimittel verfügbar ist.
Dafür sind weiters die Voraussetzungen des Art. 14 zu erfüllen:
«Das Institut sieht für bestimmte Kategorien von Arzneimitteln vereinfachte Zulassungsverfahren vor, wenn dies mit den Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit vereinbar ist ...»
Swissmedic hält dementsprechend die befristete Zulassung für medizinisch vertretbar.
Ich hab mir die Mühe gemacht, mögliche Nebenwirkungen herauszusuchen:
• Blutungen (Nasenbluten, Zahnfleischbluten, rote Flecken unter der Haut etc.)
• allergische Reaktionen wie z. B. Hautausschlag, Asthma-Anfall, Anschwellen des Gesichts in Verbindung mit Atemproblemen
• Kopfschmerzen, Schwindel, Hörverlust, Ohrgeräusche (Tinnitus)
• Hirnblutung
• Magenschmerzen
• Magen-Darm-Blutung
• Anstieg der Leberenzyme
• Nesselsucht, Hautreaktionen
• Reye-Syndrom (Bewusstseinstrübung)
In der Tat beängstigend, vor allem das mit der Hirnblutung. Allerdings handelt es sich hier um die Nebenwirkungen von Aspirin. Honi soit qui mal y pense ...
Sie zitieren das MedienG, das die Pressefreiheit garantiert und für eine unabhängige Information der Bevölkerung sorgen soll. Gleichzeitig bezeichnen Sie unsere lokalen Zeitungen als Mainstream-Medien, sie halten sie also nicht für unabhängig, geschweige denn glaubwürdig. Trotzdem nutzen Sie diese Medien, das ist zumindest nicht konsequent. Als Leserbriefschreiber sind weder Sie noch ich ein Medium oder Medienmitarbeiter nach MedienG, es ist daher auf unsere Personen nicht anwendbar. Ob die Eröffnung eines Youtube-Kanals dafür ausreicht, sei dahin gestellt, es wäre aber wenigstens konsequent.
Abschliessend noch eine Anmerkung: Die Replik von Alfons Hassler auf Ihre Leserbriefe ist mehr als nur entbehrlich. Das Recht auf freie Meinungsäusserung ist nicht an eine Staatsbürgerschaft gebunden, es steht jedem zu. In dem Sinne machen Sie bitte weiter so.

Emil Kaufmann, Unterfeld, Triesen

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