Leserbrief

Werte Frau Sprenger

Emil Kaufmann Unterfeld, Triesen | 19. Juli 2021

Replik zum Leserbrief «Corona und die Juristerei» von Carmen Sprenger-Lampert vom 17. Juli:
1. Die mRNA Impfung wurde nicht in Rekordzeit entwickelt, dies dauerte etwa 10 Jahre. Die Grundlagenforschung wurde bereits vor 20 Jahren abgeschlossen. Erste Tests an Menschen wurden 2002 durchgeführt.
2. Die Entwicklung eines Impfserums benötigt normalerweise mehrere Jahre – weil nie Geld dafür vorhanden ist. Bis zum Ende des kalten Krieges lag die Entwicklung in staatlicher Hand, dies hatte vor allem auch militärische Gründe. Das Impfgeschäft ist für die Pharmaindustrie extrem unattraktiv, an Kranken verdient man wesentlich mehr. Der Anteil von Impfungen am Umsatz mit Arzneimitteln betrug vor Corona gerade einmal 1 Prozent. Daher liegt die Impfforschung seit dem Fall des eisernen Vorhangs mehr oder minder brach.
3. Sie monieren, dass die Impfungen zu wenig erprobt wurden. Normalerweise nehmen an einer klinischen Studie zwischen ein paar Hundert und ein paar Tausend Probanden teil. Bei den Covid Impfstoffen war es jeweils das Zehnfache. Eine jahrelange Überwachung der Probanden war dabei noch nie vorgesehen, sie werden lediglich einige Monate beobachtet, da unerwünschte Nebenwirkungen in den ersten Wochen bis Monaten nach der Impfung auftreten.
4. In der Schweiz gibt es keine Notfallzulassung, das wurde bereits Ende letzten Jahres klar kommuniziert.
5. Es gibt bei Swissmedic ein Meldesystem für Nebenwirkungen, nennt sich ElViS, es besteht Meldepflicht.
6. Ich kenne berufsbedingt Hunderte Menschen, die im letzten halben Jahr geimpft wurden. Es gab keinen einzigen Impfschaden. Kennen Sie jemanden? Ich kenne Menschen, die schwer an Covid erkrankt sind, an Long Covid leiden oder gestorben sind. Kennen Sie niemanden?
7. Es gibt keine allheilbringenden, alternativen Behandlungsmethoden bei einem schweren Krankheitsverlauf. Wenn es sie gäbe, hätte die Pharmaindustrie alles daran gesetzt, die Impfungen zu stoppen, denn mit Kranken – siehe oben – verdient man ein Vielfaches.
Und abschliessend: Da Sie den Mainstream-Medien so sehr misstrauen, weshalb publizieren Sie ihre Leserbriefe ausgerechnet in den beiden regierungs/parteinahen Zeitungen? Meines Erachtens leidet Ihre Glaubwürdigkeit erheblich darunter. Wäre es nicht sinnvoller und vor allem auch glaubwürdiger, einen Youtube-Kanal zu eröffnen?

Emil Kaufmann
Unterfeld, Triesen

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