Leserbrief

Der Zustand der Erde

Sigmund Elkuch, St. Florinsgasse 18, Vaduz | 15. Juli 2021

Zwei Trabanten fuhren circa alle 2000 Jahre aneinander vorbei. Der eine hiess Erde und der andere Jupi. Da meinte Jupi, Du siehst aber bleich und schlecht aus. Die Erde erwiderte, ich habe einen schnell wachsenden Krebs Namens «Homo Sapiens». Darauf tröstete Jupi, «das habe ich auch gehabt, aber das geht bald vorbei».
Diese Geschichte erzählt, wo wir in hundert Jahren sind. Alle Menschen in den Industrienationen wissen das und sie wüssten auch, was man dagegen zu unternehmen hat. Deren Regierungen halten zwar immer aufwendige Kongresse ab und unterzeichnen Verträge, halten sich aber selbst nicht daran. Siehe vorgegebenen CO2-Austoss wird bei weitem nicht eingehalten und so geht es auch mit der notwendigen Reduzierung der Erderwärmung. Jede Geldsumme, die wir heute einsparen, kostet in 50 Jahre das Zehnfache. Aber das trifft ja nicht mehr uns, sondern nur unsere Nachfahren und die haben dann kein Verständnis für unser nachlässiges und gewinnorientiertes Verhalten zu einer Zeit, wo man die Chance gehabt hätte, das Blatt zu wenden. Zum Beispiel für die Kosten eines AKW oder 30 Kohlekraftwerke könnten Hunderte Kilometer Strassen und Autobahnen mit in Grossserie angefertigten und mit Solarpanels versehenen Überdachungen ausstatten. Die Elektroautos benötigen den Strom genau da. Damit spart man auch lange Überlandleitungen und Schneeräumung im Winter.
Solche Sachen sollten die Beamten in Brüssel ausarbeiten und nicht wie viel Millimeter eine Banane zu haben hat, damit sie als Banane in den Verkauf gelangen darf. Aber diese Leute denken sich immer abartigere Sachen aus.


Sigmund Elkuch, St. Florinsgasse 18, Vaduz

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung