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Leserbrief

Klimahandel

Manfred Büchel, Gastelun 4, Eschen | 17. Juni 2021

Ablehnung des CO2-Gesetzes unserer Eidgenössischen Nachbarn. Ich hörte mir am Sonntag wohltuend den Schlussgesang aus Schuberts Deutscher-Messe an, wo es im Anfangstext wie folgt lautet: «Herr du hast mein Fleh‘n vernommen, selig pocht’s in meiner Brust, in die Welt hinaus, ins Leben folgt mir nun des Himmels Lust.» Darf man sich aber wirklich über ein Abstimmungsergebnis denn noch überhaupt freuen? Erfahrungsgemäss wird man sofort als Klimawandelleugner und Ketzer bezeichnet.
Und eben deshalb konnte man gestern in den Medien lesen: «Klimaschützer stehen vor einem Scherbenhaufen.» Es ist erstaunlich, dass die Stimmbürger so viel Geschirr zerschlagen können. Eine wahre Meisterleistung! Stefan Müller-Altermatt, Nationalrat (Die Mitte/SO) versuchte mit seinem kläglichen Spruch die Situation zu beschreiben: «Der Bauernverband hat die Landbevölkerung als Wutbürger an die Urne geschickt. Jetzt haben wir den Salat.» An seiner Stelle hätte ich auch gerne folgsame, brave und alles gläubige Gutbürger gehabt.
Noch dicker kommt es bei Reto Knutti, ETH-Klimaforscher, der da dem Blick gegenüber sagte: «Ein bisschen dumm, faul und eigennützig.» Muss man sich als Schweizer Stimmbürger solche Anschuldigungen gefallen lassen?
Übrigens, wenn wir bis 2050 klimaneutral wären, dauert es nicht 3000–, sondern 7 Jahre, bis das CO2 in der Atmosphäre wieder gebunden wäre. (Neueste Erkenntnis der Wissenschaft).
Dazu kommt, dass die Weltbevölkerung im Jahr 1960 3 Milliarden zählte. Heute kratzen wir an der 8 Milliardengrenze. Wenn sich, wie man so geläufig hört, alle 80 Jahre die Menschheit verdoppelt, dann wären wir im Jahr 2100 bereits 16 Milliarden und alle rufen nach Energie in Form von Nahrung, Wärme, Mobilität und Stromversorgung. Irgendwie erinnert mich das an Angela Merkel, die da sagte: «Wir schaffen das.» Trotzdem wäre es vielleicht nicht schlecht, wenn wir darüber auch mal nachdenken würden.

Manfred Büchel, Gastelun 4, Eschen

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