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Leserbrief

Erbarmungslos

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen | 16. Juni 2021

Bekanntlich sorgte ein Gasthof in Ruggell in Sachen Masken für Aufsehen. Warum schweigen die Vertreter des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz?
Fakt ist, dass der Arbeitgeber für den Gesundheitsschutz des Personals verantwortlich ist und die notwendigen Massnahmen zu treffen hat. Dass Servicepersonal bei sommerlichen Temperaturen im Aussenbereich eine Maske zu tragen hat, erachte ich als unzumutbar und unmenschlich. Im expliziten Fall setzte sich die Chefin für das Wohl und die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden ein und kam ihrer Pflicht nach.

Bei «Maskendiskussionen» wird oft der Vergleich mit Spitalsmitarbeitenden im Operationssaal erwähnt, die seit jeher Masken zu tragen haben. Ja, das stimmt, allerdings mit dem Unterschied, dass ein OP über eine spezielle Lüftungstechnik verfügt und u. a. klimatisiert ist!

Die geltenden Gesetze im Bereich «Gesundheitsschutz» liefern klare Vorgaben. So sind die Massnahmen zur Erhaltung der physischen und psychischen Gesundheit der Arbeitnehmenden ein Grundsatz. Im entsprechenden Fall erachte ich die physische und psychische Gesundheit der Arbeitnehmer unter den aktuell vorherrschenden Bedingungen als gefährdet. Auch ist in der entsprechenden Verordnung der Wortlaut «Berücksichtigung des Faktors Mensch bei der Arbeit …» aufgeführt. Ebenfalls wird in dieser Verordnung die Verhältnismässigkeit erwähnt, welche ich in Anbetracht der aktuellen Coronasituation nicht erkennen kann. Generell frage ich mich, ob die aktuelle Lage derartige Massnahmen überhaupt noch rechtfertigt?
In Dänemark erübrigt sich eine solche Diskussion; dort wurde die Maskentragepflicht in fast allen Bereichen des öffentlichen Lebens aufgehoben. Was dort möglich ist, sollte in Anbetracht der aktuellen Situation auch bei uns möglich sein(?). Denn auch in vielen anderen Bereichen ist das Maskentragen bei sommerlichen Temperaturen eine unmenschliche Qual.

Carmen Sprenger-Lampert,
Landstrasse 333, Triesen

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