Leserbrief

Post Triesen: Ein Manöver?

Die Petitionäre für den Erhalt der Post Triesen | 9. Juni 2021

Der Landtag befasst sich in dieser Woche mit unserer Petition zur Erhaltung der Post Triesen, ebenso mit der Überarbeitung der Beteiligungsstrategie der Post AG.
Wie nun im «Volksblatt» zu lesen war, signalisierte Post-Chef Seger, dass er sich nun doch eine vollwertige Filiale im neuen EKZ Sonnenplatz vorstellen könne. Was hier den Anschein eines Entgegenkommens erweckt, könnte jedoch auch etwas ganz anderes bedeuten.
In ihrem Bericht und Antrag lässt die Regierung nämlich verlauten, dass eine Einflussnahme auf die Poststrategie einen «unverhältnismässigen Eingriff in die operative Unabhängigkeit der Post AG» darstelle. Noch in der Januar-Sitzung sagte der heutige Regierungschef und damalige Ressortinhaber Daniel Risch aber, dass eine vollwertige Poststelle im Sunnamarkt für ihn keine Option sei. Also habe die Postführung nun mit der Signalisation zur Bereitschaft einer vollwertigen Postfiliale ihre operative Freiheit nun auch gegenüber der Regierung demonstriert, könnte man meinen. Für den Eigentümer ist es zwar keine Option, aber für den Postchef sehr wohl. Man könnte nun meinen, der Postchef interessiere sich nicht für die Meinung des Eigentümers und nehme einfach seine ihm zugestandene operative Freiheit wahr.
Wenn man sich jedoch den Zeitpunkt der Veröffentlichung anschaut, könnte man auch zum Schluss kommen, dass es sich um ein Manöver handelt, das ausschliesslich dazu dienen soll, die Landtagsabgeordneten zu einem Entscheid gegen unser Anliegen zu bewegen.
Diese Signalisation eines «Entgegenkommens» könnte – für den Fall, dass der Landtag nicht einschreitet – nämlich jederzeit wieder zurückgenommen werden, selbstverständlich nach «eingehenden Abklärungen» (In etwa so: Aus welchem Grund sollte denn die Post noch umziehen, wenn ansonsten alles beim Alten bleiben soll? – Das würde sogar uns einleuchten!). Danach würde zwischen Regierung und Post wieder Einigkeit herrschen (die eventuell jetzt schon herrscht). Resultat: Unsere Petition wäre ausgehebelt.
Deshalb bleiben wir dabei und führen neben all unseren anderen Argumenten nochmals dieses an: Eine Post im EKZ Sonne würde in erster Linie eine Gefahr für unsere Schulkinder darstellen, zumal auf den Quartierstrassen mit erheblichem Mehrverkehr zu rechnen wäre. Obwohl der Landtag zwar nicht für Quartierstrassen zuständig ist, könnte er durch seinen Entscheid indirekt denjenigen Beitrag zur Sicherheit der Triesner Schulkinder leisten, den die Gemeindeoberen und die Regierung nicht willens sind zu leisten.

Die Petitionäre für den Erhalt der Post Triesen

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter